Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Das Schweigen des iranischen Regimes zu Pakistans Vergeltungsschlag verstehen

Vor einer Woche hat das iranische Regime innerhalb von 24 Stunden Angriffe auf drei Nachbarländer gestartet und das damit gerechtfertigt, dass der Zweck war, sich gegen Terrorismus zu wehren. Nach Bewertung der Angriffsziele durch die Nachrichtendienste danach hat keine Regierung und kein Experte die Effizienz dieser Angriffe bestätigt. Das hat in der Bevölkerung des Iran und in der globalen Gemeinschaft die Annahme untermauert, dass die Aktionen des Regimes primär propagandistisch motiviert waren und provokativen Charakter hatten.

Trotz aller Rhetorik, die von iranischen Amtsträgern und den Medien in Bezug auf die getroffenen Maßnahmen zur Schau gestellt wurde, zeigten sie weniger Neigung, sich mit den Reaktionen aus den betroffenen Ländern zu befassen. Besonders als Reaktion auf den Vergeltungsschlag Pakistans aus der Luft wurde ein verräterisches Schweigen auf der Seite des iranischen Regimes gewahrt.

Die staatliche Zeitung Hammihan [„Landsmann“] kritisierte dieses Schweigen am 20. Januar und äußerte sich dazu so: „Wenn ein militärischer Angriff gegen ein Land auf dessen Boden stattfindet, so ist vielleicht die am ehesten normale Erwartung seines Volkes, dass die politischen und militärischen Führungskräfte auf den Vorfall reagieren.

Die pakistanischen Führungskräfte gaben verschiedene Erklärungen auf oberster Ebene ab nach dem Raketenangriff des Iran auf das Hauptquartier „Dschaish al-Adl“ und ihre darauffolgende Vergeltung auf iranischem Boden. Jedoch konnte man diesseits der Grenze nichts Derartiges erleben. Unter den hochrangigen Führungskräften in unserem Land hat niemand etwas zu dem Pakistans Angriff auf die Außenbezirke von Saravan vor dem Anbruch der Dämmerung gesagt. Der Präsident, der den Donnerstag mit einem Besuch in der Provinz in Damarvand und Firuzkuh verbrachte, erwähnte Pakistan in keiner seiner Reden“.

Ferner heißt es dort, dass Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf, der Oberkommandierende des Corps der Islamischen Revolutionsgarden, der Beauftragte für Koordination, der Sprecher des IRGC, der Oberkommandierende der Armee, der Generalstabschef der bewaffneten Kräfte und der Verteidigungsminister – neben anderen Amtsträgern – sich nach diesen Angriffen vollständig schweigend verhielten.

Unter Hinweis darauf, dass dieses wichtige Ereignis ganz allgemein auch bei den Zeremonien der Freitagspredigten im ganzen Land ignoriert wurde, kritisierte Hammihan diese Haltung und erklärte: „der prominenteste Freitagsprediger, der Pakistan gestern in seinen Predigten erwähnte, war Seyyed Ahmad Alamalhoda. Jedoch sprach Alamalhoda nur über die Operationen des Iran in Pakistan und bezog sich überhaupt nicht auf Pakistans reziproke Reaktion oder den Angriff auf bestimmte Punkte in der Provinz Sistan und Belutschistan“.

Die staatliche Website für Nachrichten „Khabar Online” [„Nachricht“] äußerte sich besorgt über Pakistans Reaktion und schrieb: „Diese Aktion kann die öffentliche Stimmung im Irak gegen die Regierung dieses Landes verstärken wegen des Fehlens einer ähnlichen Reaktion auf Irans wiederholte Raketenangriffe auf irakischen Boden. Deshalb könnte nicht nur die Regierung, sondern sogar die den Iran unterstützenden Gruppen im Irak unter Druck von der Bevölkerung dieses Landes geraten.

Abgesehen von den potentiellen Auswirkungen auf das Machtgleichgewicht im Irak wird diese Angelegenheit auch einen Effekt in der Zukunft im Falle einer Wiederholung solcher Aktionen des Iran auf irakischem Boden haben“.

„Während der Gesten des guten Willens und der Deeskalation zwischen Teheran und Islamabad in den Tagen danach ausgetauscht wurden, hat Pakistans Angriff auf iranischen Boden verbunden mit den Todesopfern in den militärischen und paramilitärischen Kräften des Iran in den letzten Wochen im Jemen und in Syrien an die Bevölkerung des Iran und die internationale Gemeinschaft eine klare Botschaft geschickt“.

Trotz der hohlen Sprüche und der Demonstration militärischer Macht ist das iranische Regime unbestreitbar verletzlich. Die neuesten Raketenabwürfe gegen benachbarte Länder können den internen Schwächen und weiter bestehenden Problemen zugeschrieben werden. Fawad Hossein, der irakische Außenminister, sprach seine Gedanken über Irans Raketenangriffe auf Erbil aus mit den Worten: „Die Islamische Republik des Iran hat interne Probleme und versucht, sie nach Außerhalb des Landes zu exportieren“.

Intern ist die Bevölkerung im Iran sehr vertraut mit den Strategien des Regimes. In der Bevölkerung wird man sich in wachsendem Maße klar, dass die ostentative Zurschaustellung der Stärke wie unter anderem die Raketenangriffe aus der tiefsitzenden Angst vor den eigenen Bürgern und dem Potential für einen Aufstand herrühren.

Das Ziel des Regimes, eine Krise in der Region zu erzeugen, wird als absichtliche Taktik angesehen, die Aufmerksamkeit von den drückenden internen Problemen abzulenken. Mit anderen Worten: die Zurschaustellung von Stärke des Regimes nach außen ist ein Rauchvorhang für seine internen Verletzlichkeiten.

Das bestätigt einmal mehr, dass die einzige Sprache, die die Mullahs verstehen, eine der Bestimmtheit ist.

Jedoch haben die Ereignisse der letzten drei Monate gezeigt, dass das Regime sich trotz bedeutender Verluste und Todesopfern und trotz der damit verbundenen Risiken immer noch weigert, seine kriegstreiberische Haltung aufzugeben. Wenn deshalb die Welt ernsthaft diese Aggression endgültig stoppen will, müssen die letzten Aufstände im Iran als unleugbare Realität genommen werden und es muss dem Wunsch des iranischen Volkes nach einem Sturz dieses Regimes Respekt gezollt werden.

Exit mobile version