Irakische Einheiten, die unter dem Kommando des Büros von Iraks Ministerpräsident al-Maliki stehen, haben in den letzten Tagen die medizinische Belagerung und die Unterdrückung von Patienten und Verwundeten verstärkt. Die Verweigerung einer freien Arztwahl gilt als psychologische Folter.
Sicherheitskräfte sorgten unter verschiedenen Vorwänden dafür, dass es Verzögerungen bei Arztbesuchen gab, am Ende konnten viele oder gar alle Termine mit Ärzten nicht eingehalten werden.
Die Agenten führten Leibesvisitationen und andere mittelalterliche Erniedrigungen durch, behielten die Habseligkeiten der Bewohner und sogar ihr Essen ein, mischten sich in laufende Behandlungen ein und hinderten irakische Ärzte daran, ihren Job zu machen und schafften eine Atmosphäre der Angst.
Am 16. Dezember wurde der Besuch eines bei dem Angriff von Ashraf am 9.April 2011 verwundeten Bewohners bei einer Psychotherapie verweigert.
In einem anderen Fall wurde ein Arzt dazu gedrängt, den Verwundeten als nicht für eine Operation notwendig zu klassifizieren.
Ein anderer Fall war ein Patient, dem von einem irakischen Agenten verboten wurde, Medizin zu kaufen, die ihm von einem Arzt verschrieben wurde. Er mußte ohne Medikamente zurück nach Liberty gehen.
Bei dem Besuch einer weiblichen Patientin bei einer Ärztin stürmten zwei Sicherheitskräfte in die Praxis. Patient und Ärztin protestieren heftig.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
16. Dezember 2012