Saturday, February 4, 2023
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Fortsetzung der medizinischen Belagerung und der psychologischen Folter der Bewohner von Liberty

Camp Liberty – Nr. 61
Irakische Einheiten, die unter dem Kommando des Büros von Iraks Ministerpräsident al-Maliki stehen, haben in den letzten Tagen die medizinische Belagerung und die Unterdrückung von Patienten und Verwundeten verstärkt. Die Verweigerung einer freien Arztwahl gilt als psychologische Folter.
Sicherheitskräfte sorgten unter verschiedenen Vorwänden dafür, dass es Verzögerungen bei Arztbesuchen gab, am Ende konnten viele oder gar alle Termine mit Ärzten nicht eingehalten werden.

Die Agenten führten Leibesvisitationen und andere mittelalterliche Erniedrigungen durch, behielten die Habseligkeiten der Bewohner und sogar ihr Essen ein, mischten sich in laufende Behandlungen ein und hinderten irakische Ärzte daran, ihren Job zu machen und schafften eine Atmosphäre der Angst.

Am 16. Dezember wurde der Besuch eines bei dem Angriff von Ashraf am 9.April 2011 verwundeten Bewohners bei einer Psychotherapie verweigert.

In einem anderen Fall wurde ein Arzt dazu gedrängt, den Verwundeten als nicht für eine Operation notwendig zu klassifizieren.

Ein anderer Fall war ein Patient, dem von einem irakischen Agenten verboten wurde, Medizin zu kaufen, die ihm von einem Arzt verschrieben wurde. Er mußte ohne Medikamente zurück nach Liberty gehen.

Bei dem Besuch einer weiblichen Patientin bei einer Ärztin stürmten zwei Sicherheitskräfte in die Praxis. Patient und Ärztin protestieren heftig.

Der iranische Widerstand ruft den UN-Generalsekretär, die US-Regierung, die EU und alle internationalen Menschenrechtsorganisationen und Ärztekammern auf, diese grausame Belagerung und die inhumanen Behandlungen der Bewohner zu verurteilen. Sie stellen eine Verletzung der Menschenrechte und des Völkerrechtes dar und erfordern ein sofortiges Eingreifen, damit vier Jahre der psychologischen Folter beendet werden, die bereits 14 Patienten und Verwundeten das Leben kosteten.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
16. Dezember 2012