
Internationaler Aufruf zur Verhinderung der Hinrichtung ihrer vier Mitangeklagten
Am Dienstag, den 2. Januar, hat das iranische Regime Davood Abdollahi, einen kurdisch-sunnitischen politischen Gefangenen und Mitbürger aus Mahabad, im Gefängnis von Qazel Hesar gehängt. Dieser brutale Akt erfolgte nach 14 Jahren Haft, in denen er sich seit einer Woche im Hungerstreik befand.
Im Dezember 2009 wurde Davood Abdollahi zusammen mit sechs weiteren kurdisch-sunnitischen Landsleuten verhaftet und im Untersuchungsgefängnis des Geheimdienstes in Urmia während der Verhöre zur Erzwingung von Geständnissen schwer gefoltert.
Anschließend wurden sie 2012 in das Evin-Gefängnis, 2023 in das Gohardasht-Gefängnis und schließlich im selben Jahr in das Ghezel-Hesar-Gefängnis verlegt. Von den sieben politischen Gefangenen wurden Qasem Abesta und Ayoub Karimi bereits am 5. und 29. November 2023 vom Regime in Ghezel Hesar gehängt. Derzeit droht auch vier ihrer Mitangeklagten die Hinrichtung.
Im Februar 2016 verurteilte die 28. Abteilung des Teheraner Revolutionsgerichts unter der Leitung von Richter “Moqisei” diese Gefangenen aufgrund erfundener Anschuldigungen wie “Handeln gegen die nationale Sicherheit”, “Propaganda gegen das Regime”, “Mitgliedschaft in salafistischen Gruppen” und “Korruption auf Erden” zum Tode.
Der skrupellose Henker Salavati bestätigte diese Todesurteile im Juni 2018 erneut. Schließlich bestätigte der Oberste Gerichtshof der Mullahs diese Urteile im Jahr 2019 und besiegelte damit das Schicksal der Gefangenen.
Wie in den Erklärungen des Sekretariats des Nationalen Widerstandsrat Iran vom 6. und 29. November 2023 dargelegt, ruft der iranische Widerstand die Vereinten Nationen und alle Menschenrechtsaktivisten sowie die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten erneut dazu auf, diese brutalen Hinrichtungen aufs Schärfste zu verurteilen und dringend Maßnahmen zu ergreifen, um das Leben ihrer vier mitangeklagten politischen Gefangenen zu retten.
Dieses Regime muss unbedingt von der internationalen Gemeinschaft isoliert werden, und seine Führer, darunter der Oberste Führer Ali Khamenei, Präsident Ebrahim Raisi und der Oberste Richter Gholam-Hossein Mohseni-Eje’i, müssen für vier Jahrzehnte Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und Kriegstreiberei zur Verantwortung gezogen werden.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
2. Januar 2024