Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Warum staatliche Amtsträger mit der Rolle des Iran in der Nahostkrise prahlen

Trotz beständiger Dementis von Amtsträgern an der Spitze, darunter dem Obersten Führer des iranischen Regimes, was irgendeine Beteiligung an den Angriffen vom 7. Oktober anbelangt, übermitteln sie gegenüber ihrem heimischen Publikum ein vollständig anderes Narrativ. Da sich das iranische Regime auf eine vier Jahrzehnte lange Politik des Appeasements und Untätigkeit in der internationalen Gemeinschaft verlassen konnte, zeigte es mehr Besorgnis in Bezug auf interne Faktoren als auf internationale Folgen. Diese Besorgnis bezieht sich auf eine Gesellschaft, die seit 2017 zahlreiche Aufstände erlebt hat, sowohl landesweite als auch örtlich begrenzte. Das Regime ist sehr beunruhigt wegen der Kräfte, die eine düstere Zukunft verheißen, obwohl man über bedeutende Finanzen verfügt, um eine verarmte Bevölkerung zu unterdrücken.

Am 24. November erklärte Ezzatollah Zarghami, Minister für Tourismus in Ebrahim Raisis Regierung, im staatlichen Fernsehen: „Als es zu meinen Aufgaben gehörte, die Raketenproduktion zu beaufsichtigen, bin ich in die Region gereist und habe mit der Hisbollah und den Palästinensern in den gleichen unterirdischen Tunneln zusammengearbeitet, um die es in dem jetzigen Konflikt geht, Das war vor sechs oder sieben Jahren. Innerhalb dieser Tunnel habe ich ganze Klassen angeleitet und sie gelehrt, wie die Raketen und ihre Vorrichtungen. Viele dieser Unterrichtsklassen wurden als erfolgreich eingeschätzt“.

Am 18. November stellte Ali Saidi Shahroudi, der Chef des politisch-ideologischen Amtes des Oberkommandierenden (Ali Khamenei), im staatlichen Fernsehen Baran fest: „Jetzt sagen sie offen, dass die Planung und das hartnäckige Herz sich im Iran befinden. Sie sagen, dass der Iran der Pol der islamischen Welt sei, der Pol der globalen Revolution und unser islamischer Staat steuert und führt diese Bewegung in der Welt. Sie wissen, dass es Veranstaltungen gegeben hat. Sie fragen sich, wo diese Waffen und Fähigkeiten, die die Hamas und Palästina heute haben, ursprünglich herkommen“.

Ebenfalls am 24. November erklärte Ebrahim Raisi: „Die Normalisierung der Beziehungen [zwischen den arabischen Ländern und Israel] ist vollständig beendet. Meiner Meinung nach, und viele Punkte sprechen dafür, haben sich die Situation und die Bedingungen ganz und gar geändert. Viele Formen des Ausgleichs wurden gestört und meine Interpretation ist, dass der Al-Aqsa Sturm … sicherlich die Ausgleichsformen der islamischen Länder, der Länder der Region und der Welt stören wird“.

Am gleichen 24. November äußerte Mohammad Taghi Osanlou, ein Befehlshaber des Corps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), im staatlichen Eshraq TV: „Heute sind unsere Schutzdeiche zweitausend Kilometer entfernt und dort findet der Krieg statt. Afghanische, pakistanische, irakische und syrische Kämpfer im Libanon, in Syrien, in Palästina, jeder kämpft. Der Krieg, den wir eingeleitet haben, geht weiter und so Gott will, wird er sich ausweiten“.

Am 25. November meinte Ghorbanali Dori Nadschafabadi, der Vertreter des Obersten Führers in der Provinz Markazi, auf Aftab TV: „Ihr denkt, wir sind alleine? Die strategische Tiefe des Staates ist in Gaza, im Libanon, im Jemen, in Syrien, im Irak, in Afghanistan, auf dem Indischen Ozean und der See von Oman“.

Mitte Oktober erklärte Hossein Amir-Abdollahian, der Außenminister des Regimes: „Wenn wir heute Gaza nicht verteidigen, werden wir morgen Phosphorbomben auf unseren eigenen Städten haben“.

Zugleich mit der stolzen Rhetorik bringenen gewisse Amtsträger des terroristischen Regimes direkter die handfesten Ergebnisse zum Ausdruck, die die Kriegstreiberei dem Regime einbringt.

Am 29. November äußerte Parviz Sorouri, ein früheres Mitglied des Parlaments des Regimes und Führer einer Gruppe, die als „Rahpuyan“ bekannt ist, in einem Medieninterview: „Ich glaube, dass jetzt die Operation al-Quds Sturm nicht ohne Folgen für den Prozess der Parlamentswahlen bleiben kann. Diese Sache kann einflussreich sein in unseren Wahlen in der Zukunft. Wenn die Bewegung der Hamas siegreich daraus hervorgeht, wird das die Atmosphäre im Land und in der Region ändern und sich positiv auf die Wahlen auswirken. Wenn sie auf der anderen Seite, was Gott verhüten möge, eine Niederlage erleben muss, wird es sich negativ auswirken“.

Am 28. November schrieb die Tageszeitung Hamshahri [Mitbürger]: „Seit dem Beginn der Krieges in den besetzten Gebieten gab es einen Abbruch der Provokationen durch Dissenter. Dies wird primär der Beteiligung des zionistischen Regimes als finanziellem und logistischem Hauptunterstützer der Bewegungen zugeschrieben. Infolgedessen hat es in den letzten 50 Tagen eine merkliche Ruhe in der öffentlichen Stimmung gegeben. Einzelne Fälle der Agitation durch Antirevolutionäre trafen auf vollständige Gleichgültigkeit in der Gesellschaft“.

Die Zeitung fügte hinzu: „Die Heuchler (eine pejorative Bezeichnung, um die Mujahedin-e Khalq zu verunglimpfen) gehören zu den Bewegungen der Dissenter, die eine zentrale Rolle beim Schüren von Unruhe im Land seit dem Herbst 2022 gespielt haben. Im vergangenen Jahr haben sie sich bemüht, mit verschiedenen Provokationen einen passenden Boden dafür zu schaffen, dass das Land in den Aufruhr zurückkehrt“.

Am 13. November meinte der Analyst für Fragen der Politik und Sicherheit Ahmad Ghaderi Abyaneh auf dem staatliche Afagh TV: „Der Al-Aqsa-Sturm hat göttlichen Beistand geboten beim Verhindern einer Wiederkehr des Aufstands von 2022 und diese göttliche Hilfe war sehr vorteilhaft für den Iran“.

Am 26. November bemerkte Dschavad Enayat, der Gouverneur von Süd-Khorasan auf Birdschand TV: „Wann immer es Störungen und Fluktuationen in der Islamischen Republik des Iran gibt, gibt es keinen Aufruhr oder Probleme in anderen Teilen der islamischen Welt wie im Jemen, in Palästina, im Libanon, im Irak, in Syrien und in Ländern an den Frontlinien des Widerstands. Jenseits dessen leben die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten in Frieden und Ruhe. Warum? Weil die Achse des islamischen Erwachens, nämlich die Islamische Republik des Iran, interne Probleme hat. Immer wenn wir Stabilität, Sicherheit, Ruhe, Einigkeit und Zusammenhalt im Iran erleben, zeigt sich das Gegenteil. In solchen Zeiten können die Kräfte des Widerstands sich mit den Vereinigten Staaten und ihren Lakaien befassen“.

 

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