Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Die Führung iranischer Frauen beim Aufstand von 2019


Die Volkserhebung vom 2019 im Iran war ein entscheidender Wendepunkt insofern, als sie die wesentliche Führungsrolle von mutigen Frauen in den Vordergrund gerückt hat. Jedoch bekam ihr Beitrag erst bei den landesweiten Protesten von 2022 internationale Aufmerksamkeit.

Im Tandem mit den Männern gingen iranische Frauen und Mädchen tapfer auf die Straße und nahmen an Protesten teil und traten für ihre Rechte ein innerhalb eines Systems, das sie historisch an den Rand der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Sphären gedrängt hat. Dieser Aufstand brachte die lange währende Unzufriedenheit innerhalb der Gesellschaft an die vorderste Front und deutete auf einen Wendepunkt und auf das Potential für eine positive Transformation.

Die beachtliche Beteiligung der Frauen an den Protesten entging nicht der Aufmerksamkeit iranischer staatlicher Medien. Am 20. November 2019 hat die Nachrichtenagentur Fars, die mit dem Corps der Islamischen Revolutionsgarden verbunden ist, Aufnahmen mit der CCTV Kamera veröffentlicht, die zeigten, wie Frauen an verschiedenen Stellen den Protestierenden Weisungen gaben.

„Die bemerkenswerte Beteiligung von Frauen an den neueren Unruhen ist auffällig“, schrieb Fars. „An verschiedenen Stellen, besonders in den Außenbezirken von Teheran haben Frauen anscheinend im Alter von 30 bis 35 eine besondere Rolle gespielt bei der Leitung der Störaktionen.

Beobachtungen eines Reporters der Tageszeitung ‚Sobh-e No‘ [Das Neue vom Morgen] zeigen, dass diese Frauen alle ähnlich gekleidet sind. Jede hat eine bestimmte Rolle; eine nimmt die Proteste auf, eine andere hält Fahrzeuge an und noch eine andere feuert die Menschen an und fordert sie auf, sich bei den Störaktionen einzureihen.

Die Frage, warum Frauen Feldkommandeurinnen werden bei den neuesten Störaktionen, bedarf selber genauer Untersuchung… Die lebhafte Anwesenheit von Frauen war ein bedeutender Faktor beim Aufwühlen der Emotionen, der Gefühle und des sozialen Eifers, was absichtlich von einigen oppositionellen Bewegungen zur Ausweitung der Proteste genutzt wird“.
Am gleichen Tag hat Javan [‚Jung‘], eine andere Zeitung, die mit dem IRGC verbunden ist, zugegeben, dass Frauen von der Mujahedin-e-Khalq Organisation (MEK/PMOI) inspiriert worden sind. Die Zeitung stellte fest: „Den Frauen war eine besondere Rolle zuerkannt worden, weshalb sie an die Angriffe auf die Zentren der Basidsch Schwestern und an der Ermutigung der Jugendlichen beteiligt waren. Die Art, in der Frauen sich beteiligten, ähnelten stark den Taktiken, die von der Organisation der Mudschahedin angewendet werden“.

Danach beleuchtete der damalige Innenminister Abdolreza Rahmani Fazli die einflussreiche Rolle, die von Frauen gespielt wird. Er lieferte eine zusätzliche Einsicht: „Auf den Straßen sind wir etwa zwei bis drei Stunden nach Sonnenaufgang den Kräften begegnet, die bei diesen Szenen auftraten. Typischer Weise operierten sie in Gruppen von vier bis fünf Personen, manchmal auch sechs, die oft eine Frau begleitete. Die Frau spielte eine zweifache Rolle, sie stachelte an und lud andere ein, sich dem Protest anzuschließen“.

Diese wagemutigen Bemühungen hatten jedoch einen bedeutenden Preis. Beim ganzen Aufstand vom November 2019 haben zahlreiche mutige Frauen, zu Dutzenden, wenn nicht Hunderten, ihr Leben verloren. Ihr Opfer diente dem unterdrückerischen Kleriker Regime als schmerzliche Botschaft und illustrierte, dass eine neue Generation dem Pfad folgt, der von Tausenden ihrer Schwestern beleuchtet worden ist, die ihnen vorangegangen waren.

Mehrere Städte, darunter Teheran, Karadsch, Täbris, Baharestan, Ahwaz, Shahr-e Ray, Robat Karim, Abadan, Behbahan, Mahshahr, Sanandadsch und Kermanshah, legten Zeugnis ab für das Opfer dieser Freiheitskämpferinnen.

https://x.com/Maryam_Rajavi/status/1454751938336153604?s=20

Obwohl die genaue Zahl der Märtyrerinnen unbekannt bleibt, stechen einige Städte hervor auf Grund von Namen die vom iranischen Volk und dem Widerstand verfügbar und registriert sind. Zu den bemerkenswerten Beispielen gehören:
• Karadsch mit sechs Märtyrerinnen
• Teheran mit fünf Märtyrerinnen
• Robat Karim mit drei Märtyrerinnen
• Abadan mit drei Märtyrerinnen
Besonders sticht jedoch Ahwaz hervor mit 14 Märtyrerinnen, darunter Masoumeh Darabpour, Maryam Eydani, Zeinab Neysanpour, Mohadeseh Moghadam, Fariheh Karimzadeh, Fatemeh Haqverdi, Shahla Baledi, Kowsar Tabe Matughi, Reyhaneh Maleki, Soheila Fallahzadeh, Kowsar Boghlani, Nasrin Boghlani, Fariba Al-Khamis und Maryam Esmaili, die bewiesen, dass das Potential für so einen grundstürzenden Wagemut sogar in einer Region vorhanden ist, wo die Frauen der meisten Entbehrung und den meisten Einschränkungen unterworfen sind.

Nach der blutigen Niederschlagung der Volkserhebung vom November 2019 konnte die Kleriker Diktatur zwar zum x-ten Mal feiern, dass sie noch nicht gestürzt worden ist, dennoch gab es 1500 Märtyrer, die bewiesen, dass das Regime falsch lag mit der Wahrnehmung, dass die Nation ihre Wurzeln verloren und die Zehntausenden an Seelen vorher vergessen habe, die es vorzogen, in Ehre zu sterben, statt nur noch auf den Knien zu leben.
Hauptsächlich waren es Frauen und Mädchen, die der lebenslangen frauenfeindlichen Unterdrückung des Kleriker Regimes unterworfen waren, die sich den tyrannischen Gesetzen widersetzten und Rollen als Führerinnen und Pionierinnen des Widerstands übernahmen. In der neueren Geschichte des Iran, die Zeugin von Zehntausenden von Heldinnen war, stachen diese Frauen als Symbole der Ausdauer hervor.
Wenn die Welt diesen bedeutenden Meilenstein übersehen haben mag, so haben die Mullahs, deren Herrschaft im Aufstand von 2019 wankte, das nicht getan. Die Ereignisse müssen als Erinnerung an eine Voraussage von Frau Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran, gedient haben, die sie bei einem großen Treffen des Iranischen Widerstands am 21. Juni 1996 in

https://x.com/amsafavi/status/1597345343863414785?s=20

Earlscourt Hall, London, gemacht hat.
Damals warnte sie die frauenfeindlichen Mullahs und erklärte: „Ihr habt das Äußerste getan, um iranische Frauen zu erniedrigen, zu unterdrücken, zu foltern und abzuschlachten. Aber seid versichert, dass ihr den Schlag von eben der Kraft erhalten werdet, die ihr herabgesetzt habt, von eben der Kraft, die euer reaktionäres Weltbild nicht in Betracht gezogen hat“.

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