StartNachrichtenMini Report Freitag 26. April 2019

Mini Report Freitag 26. April 2019

  • Vier Männer in iranischen Gefängnissen hingerichtet

In den letzten Tagen haben die iranischen Behörden vier Gefängnisinsassen in Babol, Maschad, Ardebil und Kermanshah hinrichten lassen.

Das Regime ließ am Mittwoch, den 24. April, einen 26jährigen Mann im Gefängnis von Babol im nördlichen Iran hinrichten, wie die staatlichen Nachrichtenagentur ROKNA meldete. Als Name wurde nur A.Gh. angegeben.

Von der gleichen Agentur wird die Hinrichtung eines 30 jährigen Mannes am Montag, dem 22. April, gemeldet, die offenbar im Zentralgefängnis von Maschad vollstreckt wurde.

Außerdem wird mitgeteilt, dass ein 45jähriger Mannes namens Vali Zandian am 18. April im Zentralgefängnis von Ardebil erhängt wurde.

Am gleichen Tag wurde ein Gefangener namens Jafar Hosseini im Dizelabad Gefängnis in Kermanshah im westlichen Iran exekutiert.

  • Iranisches Regime: Ausgedehnte Aktivitäten der MEK in Ost-Aserbeidschan, 60 Personen verhaftet

Der Generaldirektor des Büros des Ministeriums für Nachrichtendienste in der Provinz Ost-Aserbeidschan im Nordwestiran gab bekannt, dass sechzig Personen, die Kontakte zu Organisationen der Mojahedin Khalq hatten, im vergangenen Jahr verhaftet worden seien.

Der Beamte des Nachrichtendienstes Qodradt Diyalameh erklärte am Mittwoch, dem 24. April, dass die MEK Mitglieder im vergangenen iranischen Jahr ihre Aktivitäten  erweitert hätten.

Am 19. April 2019 ließ der Minister für Nachrichtendienste Mahmoud Alavi verlauten: „Im vergangenen Jahr hatten wir es mit 116 Teams zu tun, die zu den MEK Verbindung hatten“.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Iranischen Widerstands, rief noch einmal zu sofortigen Maßnahmen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, des Hohen UN Kommissars für Menschenrechte und internationaler Menschenrechtsorganisationen auf, damit die Verhafteten freigelassen werden, und dazu, Delegationen zusammenzustellen, die Gefängnisse mit politischen Gefangenen besuchen sollten.

  • VK Regierungsstellen nennen Angebot zum Gefangenenaustausch mit dem Iran ‚abscheulich’

 Der Sekretär im britischen Außenministerium Jeremy Hunt verwarf am Donnertag den Vorschlag eines Gefangenenaustauschs für eine englisch-iranische Mutter, die im Iran festgehalten wird, als „abscheulichen“ Trick und ihr Mann nannte gegenüber AFP den Einfall „nahezu unmöglich“.

Am Mittwoch hatte der Außenminister des iranischen Regimes Javad Zarif einen Austausch zwischen Nazanin Zaghari-Ratcliffe und Negar Ghokshani vorgeschlagen, letztere ist eine iranische Frau, die in Australien einsitzt und für die die USA einen Auslieferungsantrag gestellt haben.

Hunt erklärte, es gebe einen „riesigen Unterschied“ zwischen den beiden Frauen.

„Die Frau in Australien erwartet ein fairer Prozess, ein angemessenes Gerichtsverfahren, und sie soll ein schweres Verbrechen begangen haben.“, sagte er gegenüber Reportern in London. „Nazanin Zaghari-Ratcliffe ist unschuldig – sie hat nichts Unrechtes getan“.

Er fügte hinzu: „Es ist nicht akzeptabel, was der Iran macht, wenn er unschuldige Personen ins Gefängnis bringt, um das als Hebel zu benutzen“.

  • US Sanktionen kosten französischen Autohersteller 10 Prozent weniger Verkäufe

Im ersten Quartal gingen die Verkäufe des französischen Autoherstellers Peugeot Citroen um 15,7 Prozent auf 884 000 zurück, hauptsächlich wegen der US Sanktionen, die Verkäufe an den Iran gestoppt haben.

Nach einer offiziellen Erklärung der PSA-Gruppe, des Gesamtkonzerns, sind zwei Drittel des Rückgangs auf den Ausfall von Exporten in den Iran zurückzuführen. Im ersten Quartal 2018 hat Peugeot-Citroen 108 Einheiten an den Iran verkauft. Es wurden Bestandteile für die Fahrzeuge verkauft, die Partner Unternehmen im Iran zusammengebaut haben.

2017, vor der US Entscheidung, das Atomabkommen mit dem zu verlassen und Wirtschaftssanktionen erneut zu verhängen, verkaufte die Firma 440 000 Einheiten an den Iran.

  • Irak erklärt, genug an Öl-Kapazitäten zu haben, um Kundenwünschen gerecht zu werden

Am Donnerstag erklärte der Ölminister des Irak, dass sein Land über genug Kapazitäten verfüge, um seine Ölproduktion auf 6 Millionen Barrel pro Tag zu steigern, wenn nötig, er sei aber an die Beschneidungen des Outputs durch die OPEC gebunden und wolle keine unilaterale Maßnahme ergreifen, um das Angebot zu erhöhen.

Thamer Ghadbhan meinte außerdem, es gebe in der nächsten Zeit keine akuten Ölengpässe, aber der Irak werde weiterhin den Markt beobachten, um jeden Bedarf an zusätzlichen Barrel beim nächsten OPEC Treffen im Juni zu dokumentieren.