StartNachrichtenIran: Zahl der Toten durch das Coronavirus mehr als tausend

Iran: Zahl der Toten durch das Coronavirus mehr als tausend

Zunehmendes menschliches Unglück durch die Verbreitung des Coronavirus im Iran
Das Virus breitet sich in Gefängnissen des Irans aus, besonders in Fashafouyeh, Gohardasht, Ghezel-Hesar, Zentral-Karaj, Urmia, Shiban-Ahvaz und Kashan

Aufruf zur Rettung von Häftlingen durch internationales Handeln
Auch einige Mitglieder der MEK und der Widerstandseinheiten starben während des Versuchs, den von ihr Betroffenen zu helfen, an der Seuche

Am Montag, den 2. März 2020 gab die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) bekannt, daß der im Lande vom Coronavirus geforderte Todeszoll die Zahl 1000 bereits überschritten habe.

Die Todesfälle: Mehr als 300 in Qom, 209 in Teheran, 61 in Isfahan, 92 in Gilan, 58 in Golestan, 48 in der Zentralprovinz, 45 in Kermanshah, 37 in Fars und mehr als 100 in Mazandaran.

Außerdem starben in vielen anderen Städten Menschen, darunter Bushehr, Khorramdareh, Iranshahr, Saqqez, Baneh, Chaypareh, Urmia, Ilam, Samaleh, Salehshahr, Mahshahr, Ahvaz, Andimeshk, Sarbandar, Tabriz, Bonab, Yasuj, Khorramabad, Malayer, Hamedan, Neyshabur, Kashmar, Mashhad, Karaj, Sorkheh Hesar, Semnan, Shahroud, Yazd, Qazvin und Bandar Abbas. Zu den Opfern gehören auch eine Reihe von Volksmojahedin (PMOI/MEK) und Mitglieder der Widerstandseinheiten, die den infizierten Landsleuten zu Hilfe geeilt waren.

Die Mittel medizinischer Prävention befinden sich hauptsächlich im Besitz der Revolutionsgarden (IRGC) und der Funktionäre des Regimes. Normalen Patienten fehlt das Nötigste, z. B. Schutzmasken und Mittel des Desinfektion. Das Horten von Schutzmasken und anderem medizinischen Gerät und ihr Verkauf auf dem schwarzen Markt ist dem IRGC und anderen Agenturen der Regierung bereits zur Routine geworden. Funktionäre des Regimes und staatliche Medien haben zugegeben, daß solches Gerät manchmal für das Zehnfache des tatsächlichen Wertes verkauft wird.

Viele Berichte aus verschiedenen Gefängnissen des Landes besagen, daß das Virus sich in den Gefängnissen von Groß-Teheran ausgebreitet hat – in den Gefängnissen von Fashafouyeh, Gohardasht, Thezel-Hesar, Zentral-Karaj, Urmia, Shiban-Ahvaz und Kashan. In den überfüllten Gefängnissen mit ihrem Mangel an Hygiene breitet das Virus sich um so schneller aus. Die Häftlinge haben keine Schutzmasken und keine Desinfektionsmittel. In manchen Gefängnissen wie in Ghezel-Hesar fehlen sogar Seife und Waschmittel. Zu den durch das Virus Infizierten gehört der Todeskandidat Amir Hossein, der im November an den Demonstrationen teilgenommen hatte. Im Gefängnis von Shiban-Ahvaz sind zwei infizierte politische Gefangene unter Quarantäne gestellt worden; über ihren Gesundheitszustand liegen keine Informationen vor.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI), äußerte sich erneut alarmiert über die Ausbreitung des Coronavirus in den iranischen Gefängnissen. Sie rief den Generalsekretär der Vereinten Nationen, deren Hohen Kommissar für die Menschenrechte, den Menschenrechts-rat und andere internationale Menschenrechtsorganisationen zu sofortigen Maßnahmen auf, die geeignet sind, den Häftlingen das Leben zu retten und eine große humanitäre Katastrophe zu verhindern.

Frau Rajavi erklärte, das Regime sei mit Vertuschung und Täuschung beschäftigt, um dem Zorn des iranischen Volkes und einem möglichen weiteren Aufstand zu begegnen. Die Iraner machen für die Ausbreitung des Coronavirus ausschließlich die Mullahs verantwortlich. Frau Rajavi wies erneut auf die Notwendigkeit hin, in Demonstrationen und Streiks die Empörung so massiv wie möglich zum Ausdruck zu bringen. Sie betonte, die medizinischen Mittel sollten von dem Monopol des IRGC befreit und den Ärzten, Krankenhäusern und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)

den 2. März 2020