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Behörde warnt, dass ein längeres Wochenende zum Abzug von 10 Prozent bei den Arbeiterlöhnen führe


In einer deutlichen Warnung an das Parlament des Regimes hat eine iranische staatliche Stelle Besorgnisse hinsichtlich der möglichen Einbeziehung der Donnerstage in die Wochenenden geäußert und schädliche Folgen bezüglich der Ansprüche von Arbeitern vorausgesagt.

Laut Berichten in den staatlichen Medien hat die Behörde, die unter dem Namen „Khaneh Samt“ („Haus der Beschäftigung“) bekannt ist, einen Kaskadeneffekt von verlängerten Wochenenden betont und als gesichert angegeben, dass ein Tag weniger in der Arbeitswoche zu einer 10 % igen Verringerung der Gehälter von Beschäftigten führen werde.

Der Brief dazu, der an das Parlament adressiert ist, betont, dass eine Reduktion der Gehälter drohe, wenn die Donnerstage zu arbeitsfreien Tagen erklärt würden. Ein solcher Schritt werde, so argumentiert die Behörde, nicht nur die mit globalen Märkten geteilten Arbeitstage beschneiden, sondern auch internationale Aktivitäten um 25 % weniger werden lassen.

Mohammad Chekshian, stellvertretender Minister für Arbeit und Soziales, äußert dagegen starke gesellschaftliche Bedenken, er sieht soziale Rückwirkungen voraus, wies die Behauptung der Behörde bezüglich eines Einschnitts bei den Gehältern um 10 % zurück und bezeichnete sie als nicht belegbar. Er erklärte, keine Stelle habe die Befugnis, die Ansprüche von Arbeitern zu verringern, und betonte, alle solche illegalen Maßnahmen seien zu unterlassen.
Dagegen gab die staatliche Zeitung „Donya-ye-Eghtesad” [„Welt der Wirtschaft”] ein Warnsignal und lenkte die Aufmerksamkeit auf einen wichtigen, aber übersehenen Aspekt der vorgeschlagenen Anpassungen der Wochenenden. Während ein großer Teil der Debatten sich um die Schließungen am Donnerstag drehten, hob die Zeitung potentielle Störungen bei den Arbeitsstunden hervor, für die nach den Arbeitsgesetzen die gesetzliche Höchstgrenze von 44 Stunden in der Woche gilt.

https://x.com/iran_policy/status/1769464977004388780

Heute schrieb die Zeitung: „In Bezug auf das vorgeschlagene Gesetz, das die Arbeitsstunden verringern und die Wochenenden verlängern soll, haben sich die Diskussionen in erster Linie um ein Wochenende von zwei Tagen gedreht und die Unterscheidung zwischen Auszeiten am Samstag und am Donnerstag. Jedoch betrifft ein viel wichtigerer Aspekt die Arbeitsstunden, wie sie im Arbeitsgesetz umrissen sind, was weitgehend der öffentlichen Aufmerksamkeit gegenüber verschleiert wurde und potentiell zu weitgehenderen Störungen und Komplikationen führen könnte“.

Das Organ geht dann genauer darauf ein, dass im Artikel 51 und einer zweiten Vorkehrung in Artikel 62 des Arbeitsgesetzes die gesetzlichen Arbeitsstunden und die Obergrenzen der Zahl der wöchentlichen Arbeitsstunden mit 44 Stunden festgelegt seien. Genau das, warnt das Organ, „ist ein kritisches Detail, das in den laufenden Diskussionen um die Gesetzesvorlage nicht die angemessene Beachtung gefunden hat“.
Der Autor des Berichts kritisierte Regierung und Parlament für ihre sichtliche Inkompetenz und den Mangel an Voraussicht und führt das potentielle Chaos auf ihre zu einfache und oberflächliche Betrachtungsweise für die Gesetzgebung zurück.

Im herrschenden Establishment argumentieren Opponenten des Einschlusses des Donnerstag ins Wochenende damit, dass die Reduzierung der Arbeitstage und die Störung der internationalen Transaktionen zu schädlichen wirtschaftlichen Rückwirkungen führen könnten. Auf Grund dieses Arguments treten sie für eine Schließung an Samstagen statt an Donnerstagen ein. Die heftige Opposition gegen Schließungen am Samstag im Parlament des Regimes hat ihre Wurzel darin, dass die Samstage in Israel arbeitsfreie Tage sind.

Ungeachtet der Absichten des Regimes, seinen wirtschaftlichen Interessen zu dienen und die Profite der privilegierten Klasse abzufedern, – sollte es sich weiter an sein historisches Muster. Die Lasten in der Form der Kosten solcher Transformationen dem iranischen Volk und den fleißigen Arbeitern aufzubürden, halten, sind die Aussichten für die Zukunft düster.