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Iran – Die nicht erzählte Geschichte: Milicia Javdan erzählt von ihrem Eintreten für die Freiheit des Iran

In einem Abschnitt ihres Podcasts „Iran – Die nicht erzählte Geschichte“ hat die Politikwissenschaftlerin Milicia Javdan die zutiefst persönliche Geschichte ihres politischen Engagements und ihrer Hingabe an die Sache der Freiheit und der Demokratie im Iran dargestellt. Geboren in Bangkok/Thailand, ist Malicia für das Leben geprägt worden vom unermüdlichen Einsatz ihrer Eltern für Gerechtigkeit und ihres eigenen Engagements in der Unterstützung der Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK).
Milicias Geschichte beginnt mit der Flucht ihrer Eltern vor iranischen Agenten in den Philippinen, einem Zeichen des weitreichenden Einflusses, den das iranische Regime geltend macht und der Unterdrückung, die es ausübt. Nach ihrer Übersiedlung nach Thailand fand ihre Familie mit Hilfe des UN-Hochkommissars für Flüchtling (UNHCR) schließlich Zuflucht in Norwegen. Doch die Sicherheit dieses Landes genügte ihren Eltern nicht, die sich genötigt fühlten, ihren Kampf für das iranische Volk fortzusetzen. So fanden sie den Weg in den Irak; dort schlossen sie sich der PMOI in Camp Ashraf an.
In der Erinnerung an ihre Kindheit hat Milicia die ideologisch geprägte und doch liebevolle Umgebung, in der sie aufgezogen wurde, hervorgehoben. „Sie entsprach meiner Situation, sie hatte die gleiche Liebe“, sagte sie und trat damit der herabsetzenden Propaganda entgegen, die iranische Agenten über ihre Erfahrungen verbreitet hatten. Sie sprach sich tief verletzt aus über Versuche, die Erfahrungen ihres Lebens zu missbrauchen, um die Menschen, die sie liebhat, in Misskredit zu bringen.
Milicias politische Aktivität gewann bestimmtere Formen, als sie sechzehn Jahre alt war. Damals nahm sie an einer wichtigen Versammlung in den Vereinigten Staaten teil, gleichzeitig mit Studentenprotesten, die im Iran stattfanden. Als sie die in aller Welt ergangenen Berichte über diese Ereignisse zur Kenntnis nahm, fühlte sie eine tiefe Verbundenheit mit ihren jungen Zeitgenossen im Iran und die Pflicht, ihnen zu helfen. „Ich musste diese Bewegung unterstützen“, sagte sie und erinnerte sich daran, wie sie in Washington demonstrierte und die Welt aufrief, für die Rechte iranischer Studenten einzutreten.
Milicia hob hervor, im Iran sei eine Veränderung notwendig; sie wies auf die einzigartige Bedeutung des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) bei der Führung dieses Prozesses hin. Bei ihren Studien und politischen Aktivitäten fand sie keine anderen lebensfähigen Gruppen, die die verschiedenartigen Menschen des Iran, darunter die ethnischen und religiösen Minderheiten vertreten könnten und zugleich den Frauen echte Führungsrollen zuwiesen. Sie bemerkte: „Im NWRI sind ethnische und religiöse Minderheiten vertreten, und 54 Prozent seiner Mitglieder sind Frauen.“ Zugleich nahm sie zur Kenntnis, dass viele Frauen des NWRI vom iranischen Regime verfolgt und getötet worden waren.
Im Jahr 2014 nahm Milicia eine Schlüsselrolle ein in einem Projekt, mit dem das norwegische Parlament veranlasst werden sollte, die Umsiedlung von Mitgliedern der PMOI in europäische Länder zu erleichtern. Inspiriert vom Motto Maryam Rajavis, der gewählten Präsidentin des NWRI, dem Wahlspruch: „Wir können es und wir müssen es“, fühlte Milicia sich stark genug, wesentliche Veränderungen herbeizuführen. Ihre Bemühungen gipfelten in einer Resolution des Parlaments. Damit bestätigte sich ihre Überzeugung, dass, von materiellen Bedingungen abgesehen, nichts unmöglich ist, wenn es mit Entschlossenheit betrieben wird.