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Iran stoppt Atomaufsicht und bricht UN-Kontakt ab

IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi demonstriert eine Überwachungskamera zur Überwachung von Atomanlagen

Das iranische Regime hat jegliche Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) offiziell eingestellt. Dies verschärft den Atomkonflikt mit dem Westen und weckt neue Ängste über die Zukunft der iranischen Atomaktivitäten. Dieser Schritt erfolgte, nachdem im Juni israelische und amerikanische Luftangriffe auf iranische Atomanlagen erfolgt waren. Dies veranlasste die iranische Diktatur, ihre Strategie der Geheimhaltung und des Widerstands zu verschärfen.

Das Gesetz, das die Aussetzung vorschreibt – vom Parlament am 24. Juni verabschiedet und vom Wächterrat bestätigt – wurde von Regimepräsident Masoud Pezeshkian offiziell der Iranischen Atomenergieorganisation (AEOI), dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat und dem Außenministerium zur sofortigen Umsetzung übermittelt. Dem Gesetzestext zufolge soll jegliche Zusammenarbeit im Rahmen des Atomwaffensperrvertrags (NPT) und seiner Sicherheitsvorkehrungen ausgesetzt werden, bis „die Sicherheit der Atomanlagen und der Wissenschaftler gewährleistet ist“.

Infolgedessen hat die IAEA jeglichen Zugriff auf die iranischen Atomdaten verloren, und der Standort der 409 Kilogramm waffenfähigen Urans des Regimes ist unbekannt. Dieses Uran, das für mindestens eine Atombombe ausreicht, kann in relativ wenigen transportablen Zylindern gelagert werden. Dies nährt die Befürchtung, es könnte an nicht deklarierte Standorte verlagert worden sein.

Die in Wien ansässige Agentur, die vor den Angriffen vom 13. Juni durchschnittlich mehr als eine Inspektion pro Tag durchführte, konnte Berichten zufolge die iranische Atomaufsichtsbehörde seit über einer Woche nicht erreichen. „Strategische Ambiguität“ scheint nun die wichtigste Taktik des Regimes zu sein, eine Anspielung auf die nukleare Risikopolitik des Kalten Krieges.

IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi warnte kürzlich, dass der Iran trotz der Beschädigung der Anreicherungsanlagen in Natanz und Fordou die vollständige Anreicherung „innerhalb weniger Monate“ wieder aufnehmen könnte.

Gleichzeitig droht das neue Gesetz jedem iranischen Beamten, der mit der IAEA zusammenarbeitet, mit nationalen Strafen und zementiert damit den Rückzug Teherans aus der internationalen Überwachung.

Da die Inspektionen ausgesetzt sind und die Anreicherungskapazitäten ungewiss sind, bleibt die Lage instabil. Analysten warnen, dass Unklarheit dem Iran zwar kurzfristige Einflussmöglichkeiten verschaffen könnte, aber auch seine Fähigkeit untergräbt, auf der internationalen Bühne glaubwürdig friedliche Absichten zu signalisieren .