StartIran Kultur & GesellschaftIran: Flutschäden im Norden offenbaren Vernachlässigung und Korruption

Iran: Flutschäden im Norden offenbaren Vernachlässigung und Korruption

Devastation near a bridge in Rudbar, Gilan Province, following severe flooding- April 5, 2025

Schwere Überschwemmungen in vier Städten und 30 Dörfern in Rudbar im Norden des Iran haben die systematische Vernachlässigung, Korruption und schlechte Regierungsführung des iranischen Regimes deutlich gemacht. Die schweren Regenfälle begannen am 5. April und verursachten erhebliche Schäden an der Infrastruktur, darunter Straßen, Wasserleitungen und Kommunikationsverbindungen.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim beschädigten die Fluten die Infrastruktur in Rostamabad, Rudbar, Manjil und Loshan schwer. Der Generaldirektor für Straßen und Stadtentwicklung der Provinz Gilan, Fariborz Moradi, bestätigte, dass die Route von Aliabad nach Gilan aufgrund von Schlammlawinen weiterhin gesperrt ist.

Samira Hassani, Interimsgouverneurin von Rudbar, erklärte, die Überschwemmungen hätten 30 Dörfer, hauptsächlich im Zentrum von Rudbar, betroffen, Straßen beschädigt und die Wasserversorgung unterbrochen. Sie räumte ein: „Straßen, Kommunikationsleitungen und Wasserleitungen in mehreren Dörfern wurden schwer beschädigt.“ Die Straße von Aliabad nach Gilan ist weiterhin gesperrt und es gibt keinen offiziellen Zeitplan für ihre Wiedereröffnung. Überschwemmungen unterbrachen auch die Straße von Manjil nach Gilan und verursachten Schäden in Sarpol-e Zahab, wo elf Familien Verluste meldeten. Auch die Strecke von Mahabad nach Sardasht wurde zerstört, wodurch die Gemeinden isoliert wurden.

Der jahrzehntelange Fokus des Regimes auf ausländische Interventionen und Militärprojekte hat dazu geführt, dass es an lebenswichtiger Infrastruktur und Katastrophenvorsorge mangelt. Trotz früherer verheerender Überschwemmungen haben die Behörden keine angemessenen Maßnahmen zum Schutz der betroffenen Gebiete ergriffen.

Lokale Behörden haben die Bevölkerung gewarnt, überschwemmte Gebiete zu meiden, es wurden jedoch keine sofortigen Hilfsmaßnahmen angekündigt. Die anhaltende Krise hat die Korruption und die falschen Prioritäten des Regimes verstärkt in den Fokus gerückt.