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In den letzten Jahrzehnten hat sich die iranische Wirtschaft in ein Schlachtfeld chronischer Krisen verwandelt, die sowohl die Lebensgrundlage von Millionen Menschen als auch die Struktur des Wirtschaftssystems selbst untergraben. Offizielle Berichte sprechen von einer Inflation von 45,3 Prozent, doch der Alltag im Iran – geprägt von explodierenden Lebensmittelpreisen, steigenden Mieten und schrumpfenden Familienbudgets – offenbart eine Realität, die weitaus schlimmer ist, als die Statistiken vermuten lassen.
Masoud Roghani Zanjani, ehemaliger Chef der Planungs und Haushaltsorganisation, räumte kürzlich ein , dass die wirtschaftliche Katastrophe des Iran nicht auf externe Faktoren zurückzuführen sei, sondern auf die Dominanz der Politik über die Wirtschaft. Er wies darauf hin, dass die Wirtschaft des Landes einen Punkt erreicht habe, an dem traditionelle Lösungen nicht mehr greifen, da die Probleme auf politische und ideologische Entscheidungen zurückzuführen seien. Seine Bemerkungen enthüllen eine grundlegende Wahrheit: Die Prioritäten des Regimes – regionale Expansion und Repression – haben stets Vorrang vor dem Wohl der Bürger.
Inflation und Misswirtschaft: Eine selbstverschuldete Krise
Der Hauptgrund für die rasant steigende Inflation im Iran ist das unkontrollierte Liquiditätswachstum, das von der Regierung selbst verursacht wird. Aufeinanderfolgende Regierungen vor und nach 1979 haben die Inflation angeheizt, indem sie grundlegende Wirtschaftsprinzipien ignorierten. Heute hat das Regime eine solide Haushaltsführung durch rücksichtslose Kreditaufnahme und Gelddrucken ersetzt und die Inflation von einem beherrschbaren Niveau ins Chaos getrieben.
Roghani Zanjani betonte, dass die Regierung weiterhin untragbare Lasten trage, ohne über die nötigen Mittel zu verfügen, um diese zu finanzieren. Dieser Teufelskreis – entstanden durch die populistische und kurzfristige Politik des Regimes – habe Notlösungen wie Lebensmittelmarken wirkungslos gemacht. Temporäre Programme könnten die erdrückenden Kosten für Miete, Transport, Gesundheitsversorgung und Bildung nicht decken.
#Iran’s Command Economics, Corruption and the Costs of Isolationhttps://t.co/CznquZG67y
— NCRI-FAC (@iran_policy) October 5, 2025
Korruption und institutioneller Verfall
Das ungebremste Wachstum unnötiger Institutionen seit Anfang der 2000er Jahre hat ein Netz aus Ineffizienz und Korruption geschaffen . Diese Institutionen dienen als Finanzoasen für Regimeinsider und blockieren jede sinnvolle Reform. Der von der Regierung erzwungene Verkauf von Anleihen an Staatsbanken hat das Finanzsystem weiter geschwächt und dem privaten Sektor Liquidität entzogen.
Jahrzehntelange gescheiterte Politik – von Preiskontrollen und öffentlichen Strafen bis hin zu theatralischen Hinrichtungen sogenannter „Wirtschaftsverbrecher“ – hat das Misstrauen der Bevölkerung nur noch verstärkt. Heute hat der Gold- und Währungspreis die Werte früherer „Antikorruptionskampagnen“ überschritten und damit die Sinnlosigkeit des Regimes offengelegt.
Sanktionen: Eine Folge, nicht die Ursache
Während das Regime versucht, die Krise auf Sanktionen zurückzuführen, liegt der wahre Ursprung in seinem eigenen Handeln. Die wiederholten Verstöße des Regimes gegen internationale Abkommen, seine nukleare Missachtung und die Finanzierung von Stellvertreterkriegen haben zu seiner globalen Isolation geführt. Daher sind die Sanktionen nicht die Ursache, sondern das Symptom einer tieferen politischen Krankheit.
#Iran Regime’s Food Monopoly: How Three Oligarch Families Looted Billions While Iranians Go Hungryhttps://t.co/DWbAcci7q5
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Die Weigerung des Regimes, internationale Normen einzuhalten, gibt anderen Ländern – wie Japan und der Türkei – legitime Gründe, den Handel mit dem Iran einzuschränken. Gleichzeitig ermöglicht internes Missmanagement des Wirtschaftsministeriums und der Zentralbank Profiteuren, die Volatilität der Märkte auszunutzen und so das Vertrauen der Öffentlichkeit weiter zu untergraben.
Zusammenbruch des Rial und Erosion des öffentlichen Vertrauens
Die iranische Währung ist auf einen historischen Tiefstand gefallen, der Dollarkurs hat die Marke von einer Million Rial überschritten. Die Wechselstuben haben ihre Anzeigen abgeschaltet, was den Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Regierungsfähigkeit des Regimes symbolisiert. Der Ansturm auf Gold, Devisen und Kryptowährungen spiegelt das weit verbreitete Misstrauen und die Angst vor einem weiteren Zusammenbruch wider.
Die wirtschaftliche Instabilität hat sich zu einer psychologischen und sozialen Krise entwickelt. Mit einer Arbeitslosenquote von über 20 Prozent, einer Inflation von fast 35 Prozent und über 18 Prozent der Iraner, die in Armut leben, steht das Land vor einer gefährlichen Verschmelzung von wirtschaftlichem und politischem Zusammenbruch.
#Iran’s Pharmaceutical Industry in Crisis: A Structural Failure Endangering Public Healthhttps://t.co/fC5nbTYc6c
— NCRI-FAC (@iran_policy) September 26, 2025
Ein Regime, das sich nicht ändern will
Die Krise im Iran ist nicht auf einen Mangel an wirtschaftlichen Mitteln zurückzuführen, sondern auf mangelnden Willen. Die herrschende Theokratie legt weiterhin Wert auf Repression und regionalen Einfluss statt auf innere Stabilität. Der anhaltende Zusammenbruch ist das Ergebnis jahrzehntelanger Korruption, ideologischen Extremismus und strukturellen Verfalls innerhalb der Mullah-Herrschaft.
Ohne einen grundlegenden Wandel – der nur durch den Sturz des Regimes und dessen Ersetzung durch einen Staat möglich ist, der das Wohl des Volkes in den Vordergrund stellt, anstatt seine korrupte Herrschaft aufrechtzuerhalten – wird der Iran in einer Abwärtsspirale gefangen bleiben.
