Tuesday, November 29, 2022
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Agenten des iranischen Regime infiltrieren westliche Medien

Seit der Machtübernahme durch das iranische Regime haben seine Anführer immer wieder versucht, bekannte westliche Medienanstalten zu infiltrieren, um deren proklamierte journalistische Unabhängigkeit für sich zu nutzen.

Mittlerweile ist es soweit, dass ganze Medienanstalten vom iranischen Regime aufgekauft werden und diese nun – zusammen mit den iranischen staatlichen Medien – die falschen Ziele der Mullahs verbreiten. Dazu gehört unter anderem, den Iran als Opfer der US Aggressionen darzustellen und zu behaupten, die USA würden sie in einen Krieg treiben, ohne jedoch irgendwelche Beweise dafür zu präsentieren.

Die Agenten der Propaganda beschränken sich jedoch nicht nur auf dieses Thema. Ihre wahre Mission geht eigentlich viel weiter, es geht vor allem darum, die Opposition zum iranischen Regime, welche zu einen Regimewandel und für den Einsatz von Basisrechten für das iranische Volk aufruft, anzugreifen.

In westlichen Medien wie Al – Jazeera Englisch oder dem britischen Channel 4 News finden sich mehrere “Artikel“, die im Grunde die Kernaussagen des iranischen Regimes wieder geben.

Wie machen sie das?

Das Regime hat zuerst einmal die Kontrolle über die eigenen Medien im Iran. Nur wenige ausländische Journalisten dürfen überhaupt im Iran berichten. Die Medienvertreter, die aktiv sein dürfen, haben dafür vom Geheimdienstministerium eine Erlaubnis bekommen. Seine Agenten sind immer mit dabei und agieren als Übersetzer oder Sicherheitspersonal. Alle iranischen Bürger, die mit ausländischen Journalisten zusammen arbeiten wollen, brauchen ebenfalls die Erlaubnis vom Ministerium für Kultur und islamische Richtlinien und diese erhalten natürlich keine Personen, die kritisch gegenüber dem Regime sind.

Meistens entwickeln sich während der Zusammenarbeit Beziehungen zwischen den Journalisten und den Geheimdienstagenten, vor allem, wenn er ihnen dabei hilft, an schwierige Bereiche zu gelangen. Machen diese Agenten einen guten Job, dann schickt sie das Regime ins Ausland, wo sie dann mit den dortigen Medienvertretern zusammen arbeiten. Sie treiben dann die Zielsetzungen des Regimes voran und vermitteln den Eindruck, dass die Öffentlichkeit im Westen dies ebenfalls glaubt, weil es aus einer vertrauenswürdigen medialen Quelle kommt.

Was schreiben diese Agenten in der Presse?

Wie zu erwarten, werden die Menschenrechtsverbrechen im Iran quasi ausgeklammert. Auch über die Effektivität der Sanktionen oder wie die Opposition immer mehr Fortschritte bei der Planung von Protesten macht, wird natürlich nicht geschrieben. Statt dessen werden Lügen ohne Beweise verbreitet, damit die Unterstützung für die Opposition nicht zu groß wird. Zu ihnen gehören:

  • Die Sanktionen treffen das Volk und nicht das Regime
  • Die US Unterstützung für die Demonstranten stärkt nur die Unterstützung für die Mullahs
  • Die demokratische Opposition ist eine „Sekte“, welche seine eigenen Mitglieder foltert

Zu den aktuellsten Werken der Regimepropaganda zählt ein 6.600 Worte umfassender Beitrag von Arron Reza Merat im The Guardian, in dem die iranische demokratische Opposition beschuldigt wird, ihre Mitglieder einer Gehirnwäsche zu unterziehen, abtrünnige Mitglieder zu foltern, weibliche Mitglieder zu belästigen, iranische Kurden im Namen von Saddam Hussein unterdrückt und einen iranischen Atomwissenschaftler mit Hilfe des israelischen Geheimdienstes ermordet zu haben.

Zahlreiche weitere Medien haben ähnliche Geschichten verbreitet, um die Opposition im Westen zu diskreditieren. Das Regime weis, dass die Menschen, die für Demokratie kämpfen, gute Chancen haben, dass iranische Volk dazu zu bewegen, das Regime zu stürzen.

Ivan Sheehan, der Direktor der Bildungsprogramme in Negotiation and Conflict Management and Global Affairs and Human Security in the School of Public and International Affairs an der Universität von Baltimore, schrieb dazu:“ Diese Pro – Iranischen Schriftsteller und ihre Vereinigungen sind keine normalen Journalisten. Sie sind PR Agenten des Regimes. Das Regime inhaftiert kritische Journalisten, zensiert seine Medien und versklavt den Rest der Nation. Wenn wir über eine unabhängige Presse sprechen, dann müssen wir auch untersuchen, welchen Einfluß Teheran auf die westlichen Medien hat und wie seine ausländischen Agenten für die Verbreitung von Desinformation sorgen. Wenn wir darin versagen, verliert der Journalismus seine Unabhängigkeit und er verrät die Werte, die für eine freie Presse elementar sind.“