Thursday, February 9, 2023
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Am Sonntag neun Proteste verschiedener Art

Am Sonntag gab es neun Protest-Kundgebungen im ganzen Iran. Mehrere unterschiedliche Gruppen in Teheran verlangten Bezahlung für ihre Arbeit und anderswo forderten Menschen ihr geraubtes Geld zurück. Wiederum andere riefen die iranische Regierung auf, die Umwelt zu schützen. Wir wollen dem detaillierter nachgehen.

Gewerbetreibende

In Teheran hat sich eine Gruppe von Gewerbetreibenden aus dem Bezirk vor dem Rathaus versammelt, um die Bezahlung ihrer Rechnungen einzufordern. Sie verlangten den Rücktritt von Teherans Bürgermeister Hanachi, der sein Amt erst im Dezember angetreten hat.

Die Gewerbetreibenden riefen: „Wir wollen unser Geld”.

Der Stadtrat von Teheran ist mit 54 Millionen Toman verschuldet, so einige Beamte. Das geht auf den früheren Bürgermeister und früheren IRGC Kommandeur Mohammad Qalibaf zurück.

Angestellte eines Rücklagenfonds

Angestellte eines Rücklagenfonds, der einen regierungsnahen Subsidien-Plan verwaltet, haben sich vor dem Wirtschaftsministerium in Teheran versammelt, um hinausgezögerte Zahlungen von Gehältern für vier Jahre zu verlangen. Diese Protestierenden kamen aus allen Teilen des Landes.

Die Protestierenden sagen: „Wir sind etwa 1500 Leute, die 12 Jahre lang in Büros des Rücklagenfonds gearbeitet haben, aber der Status unserer Beschäftigung ist immer noch nicht festgelegt. Wir haben seit 48 Monaten keine Gehälter bekommen. Dadurch können wir uns nur noch einen sehr dürftigen Lebensunterhalt leisten“.

Arbeiter im Krankenhaus von Karadsch

Leute, die im Khomeini Krankenhaus in Karadsch beschäftigt sind, haben sich auf dem Hof des Krankenhauses versammelt, um die Zahlung ihrer Gehälter zu verlangen, die bis zu 11 Monate ausstehen. Einer der Protestierenden sagte, dass die Arbeiter seit vier Monaten keine Gehälter und zwischen acht und 11 Monaten keine Zulagen erhalten haben.

Der gleiche Protestierende kündigte an, sie würden in den nächsten Tagen zum Gouverneursgebäude der Provinz Alborz ziehen, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt würden.

Arbeiter an einem Projekt für Unterhaltung

Leute, die beim Bau eines großen Geschäfts- und Unterhaltungskomplexes im Zentrum von Täbriz arbeiten, haben sich in der Stadt versammelt, um dagegen zu protestieren, dass ihre Löhne seit 7 Monaten nicht gezahlt wurden.

Arbeiter in einer Fabrik für Pflanzenöl

Beschäftigte in einer Fabrik für Pflanzenöl in Zanjan haben sich versammelt aus Protest dagegen, dass ihre Löhne seit fünf Monaten nicht bezahlt worden sind und dass es Probleme mit ihren Versicherungsplänen gibt. Die Fabrik komme auch nicht mehr so ohne weiteres an Rohmaterial.

Arbeiter bei der Stadtverwaltung von Bastan

Angestellte in der Stadtverwaltung von Bastan protestieren dagegen, dass sie sechs Monate kein Gehalt bekommen haben. Auch bei ihnen gibt es Schwierigkeiten mit den Versicherungsplänen.

Umweltaktivisten

Bewohner und Umweltaktivisten in Isfahan haben sich versammelt, um gegen die Blockade des Wassers aus dem Fluss Zayanderud zu protestieren.

Vor kurzem hat das Regime die Wasserstraße für 20 Tage geöffnet, um die Kundgebungen der verärgerten Bauern zu beenden, die es seit mehr als einem Jahr gibt. Es geht um Wasserknappheit, die ihren Anbau zerstört.

Sparer

Eine Gruppe von Leuten, die von der Samen Gold Anlage betrogen wurden, haben sich vor dem Gebäude der Zentralbank in Teheran versammelt, um ihre verlorengegangenen Ersparnisse zurückzufordern.

Sie skandierten: „Der Iran ist eine Räuberhöhle und hierin einzigartig in der Welt“.

Außerdem versammelten sich in Maschad  Sparer, deren Ersparnisse vom Caspian Kreditinstitut, hinter dem das Corps der Revolutionsgarden (IRGC) steht, gestohlen wurden, vor den Büros des Instituts, um die Rückgabe dieser Ersparnisse zu fordern.

Diese Proteste gibt es seit mehr als zwei Jahren, wobei sowohl Regierung als auch Zentralbank versprechen, dass die Sparer ihr Geld zurückbekämen.