PARIS (AP) – Hunderte von Menschen versammelten sich in Paris zu Ehren der iranischen Opposition; Mitglieder einer ihrer Gruppen, die in einem Lager im Irak lebt, wurden bei einem Überfall getötet.
Die Gruppe der im Exil Lebenden, die als „Volksmojahedin des Iran (MEK)“ bekannt sind, erklärt, ein Überfall auf Camp Liberty – in der Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad – habe 23 von ihren Mitgliedern getötet. Die irakischen Behörden erklären, durch die Reihe von Raketen seien auch drei irakische Soldaten getötet worden.
Niemand hat für den Überfall die Verantwortung übernommen. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat ihn verurteilt und eine Untersuchung gefordert.
Maryam Rajavi, die Vorsitzende der Mutter-Organisation der Gruppe, des in Frankreich ansässigen Nationalen Widerstandsrats des Iran, leitete am Sonntag in Paris eine Gedenkfeier; daran nahmen hunderte von Freunden der Organisation aus verschiedenen Ländern teil.
In den 80er Jahren hatte Saddam Hussein die Gruppe im Irak aufgenommen, doch die gegenwärtige, von Schiiten geleitete Regierung betrachtet ihre Anwesenheit als illegal.
