Wednesday, November 30, 2022
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Arabische und Muslimische Persönlichkeiten verurteilen iranisches Regime

Erklärung des Arabisch – Islamischen Komitees zur Verteidigung von Ashraf
Ramadan 2010
Politische und Religiöse Würdenträger aus verschiedenen arabisch – islamischen Ländern verurteilen das iranische Regime und das Zerrbild, welches es vom Islam hinterläßt

Ramadan-2010

Auf Einladung des arabisch-islamischen Komitees zur Verteidigung von Ashraf, wurde am Samstag, den 4. September ein großes Treffen während der letzten Woche im Monat Ramadam im Carrousel du Louvre in Paris abgehalten. Die Sitzung trug den Titel „Der Islam gegen Fundamentalismus und Diktatur, eine Verteidigung der Volkssouveränität“. Mehr als 1000 Personen aus Politik, den Parlamenten, der Religion und dem sozialen Bereich aus 12 arabischen Ländern nahmen teil. Zu ihnen zählten Vertreter aus dem Irak, Ägypten, Palästina, Afghanistan, Algerien, Kuwait, Jemen, Jordanien, Senegal, Mauritius, Libanon, Marokko und ein islamischen Vertreter aus Frankreich. Die Hauptrede hielt die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran, Frau Maryam Rajavi.

Weitere Redner waren: Jean-François Legaret, Bürgermeister Paris Bezirk1; Scheich Teissir al-Tamimi, früherer Justizvorsitzender aus Palästina; Scheich Khalil Meroun, Rektor der Evry Moschee, ein Mitglied des Präsidiums des französischen Rates der muslimischen Glaubensrichtung (CFCM); Abderrahmane Dahmane, Präsident der demokratischen Muslime in Frankreich; Abdoulatifou Aly, Abgeordneter des französischen Parlamentes aus Mayotte; Frau Alima Boumedienne, Senatorin aus Paris; die ägyptische parlamentarische Delegation; Edriss Alsadraoui, Präsident des Zentrums für Menschenrechte in Marokko; Ibrahim Elmaaroufi, Repräsentant der Volksbewegung Marokkos in Paris; Dr. Minas Elyoussefi, Vorsitzender der Christdemokraten in Irak; Dr. Nourdine Elmoussavi, Generalsekretär der Irakisch Nationalen Front; Reza Al-Reza, Präsident der Delegation der Jaafari Shiiten im Irak; Alameh Elhosseini, Präsident des arabisch – islamischen Rates im Libanon; M. Ili Maalouf, Vorsitzender der Neuen Partei für den Libanon; Ahmed Sheich Hidra, Mitglied des CFCM; Mohammad Mestiri, Direktor des internationalen Institutes für islamische Denkweisen in Frankreich; Scheich Dahou Meskine, Generalsekretär des Rates des Imam in Frankreich und Mouloud Aounit, Präsident des MRAP.

In einer Rede mit der Überschrift: Der Islam gegen die klerikale Herrschaft und als Verteidiger der Volkssouveränität und Demokratie, wies Maryam Rajavi auf die Ungerechtigkeiten von drei Jahrzehnten klerikalen Herrschaft gegen das iranische Volk hin und betonte: Die Theorie des velayat-e faqih (absolute klerikale Herrschaft) hat keine Grundlage im Islam und wird von religiösen shiitischen und sunnitischen Instanzen abgelehnt. Es wird nur als Instrument des Machterhaltes und der Machtausnutzung benutzt. Sie bezog sich auf Koranverse und die Lebensweise des Propheten und sagte: Im Gegensatz zu dem, was die Fundamentalisten und insbesondere die Machthaber in Teheran sagen, ist die Herrschaft das Recht des Volkes und muß im Islam respektiert werden. Meinungsfreiheit, freie Entscheidungen und das Wahlrecht sind unter den unumstößlichen Rechten, die der Koran mehrfach unterstreicht. Die barbarischen und brutalen Strafen, welche Fundamentalisten, insbesondere im Iran, unter dem Banner der islamischen Gesetze aussprechen, sind voll der Ungleichheit, der Frauenverachtung, der religiösen Diskriminierung und der Verletzung von Menschenrechten. Sie haben keine Beziehung zum Islam.

Die Teilnehmer unterstrichen die Unterstützung der Positionen von Frau Rajavi. Sie unterstützten auch eine Erklärung, die von der Mehrheit der ägyptischen Parlamentarier verfaßt wurde und dessen Kernaussagen folgende waren:

1. Fundamentalismus und das velayat-e faqih sind ein verzerrtes Bild des Islam in einer Welt, die im Gegensatz dazu den Geist des mitfühlenden und toleranten Islam lebt. Die Teilnehmer der Sitzung verurteilen die unterdrückenden Aktionen und Verbrechen, die unter dem Banner des Islam verübt werden, vor allem die Hinrichtung von Dissidenten als „moharebeh“ (Gotteslästerer)

2. Die Teilnehmer unterstreichen den Schutz der Leben der Bewohner von Ashraf City, dessen Anti – Fundamentalistische muslimischen Frauen und Männer vom iranischen Regime und seinen Verbindungsleuten im Irak bedroht werden. Die Teilnehmer betonen, dass die Bewohner als geschützte Personen unter der vierten Genfer Konvention beschützt werden müssen und riefen die UN auf, ein Beobachterteam in Ashraf zu installieren.

3. Die Regierung der USA hat die Entwaffnung der Bewohner von Ashraf während des Irak Krieges überwacht und danach die Verantwortung zu ihrem Schutz übernommen, sie ist für jegliche potentielle Tragödie verantwortlich, die den 3.400 Bewohnern zustößt. Die Teilnehmer der Sitzung fordern deshalb den Einsatz von US Truppen in Ashraf, welche die Sicherheit der Bewohner sowie der Beobachter der UNAMI garantieren sollen.

4. Die Teilnehmer der Sitzung betonen, dass das Urteil des Berufungsgerichtes des Bezirks Columbia die Illegalität der Terrorlistung der Volksmudschaheddin Iran (PMOI) durch das US Außenministerium bestätigt hat und dass es keine Rechtfertigungen für die ungerechte Listung gibt. Die Listung bestraft nicht nur die PMOI und das iranische Volk, sie ist ein schwerer Schlag für alle Anti – Fundamentalistischen Muslime in der Welt. Wenn eine organisierte Gruppe wie die PMOI, die einen toleranten und demokratischen Islam vertritt, als „Terroristen“ bezeichnet wird, dann ist dies eine große Unterstützung für die wahren Terroristen, die fundamentalistischen Bewegungen und terroristische Staaten, wie das iranische Regime. Es ist ein Affront gegen alle Muslime. Die Mitglieder der PMOI in Ashraf sind unserer Ansicht nach ein Modellbeispiel für die Interpretation eines toleranten, demokratischen und gleichberechtigten Islam.

5. Die Teilnehmer der Sitzung rufen die arabischen und islamischen Länder auf, dringende Maßnahmen zu ergreifen, damit die Belagerung von Ashraf beendet und die irakische Regierung daran erinnert wird, dass sie Verpflichtungen zum Respekt der Bewohner von Ashraf zu erfüllen hat.

Hintergrund:
Das arabisch-islamische Komitee zur Verteidigung von Ashraf, wo 3.400 Mitglieder der Hauptopposition der Volksmudschaheddin Iran (PMOI) leben, wurde 2009 gegründet. Vorsitzender ist Herr Sid Ahmed Ghozali, der frühere Premierminister von Algerien.