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Atomgespräche mit dem Iran in Genf gehen weiter

Donnerstag, den 19. Februar 2015  um 14:55 Uhr

Die Vertreter des iranischen Regimes und die US Regierung treffen sich in Genf,

um die Atomgespräche wieder aufzunehmen.

Laut IRNA, der offiziellen Nachrichtenagentur im Iran hat der stellvertretende Außenminister Abbas Arakchi angekündigt, dass die Atomverhandlungen am Freitag unter der Beteiligung von Mohammad Javad Zarif und US Außenminister John Kerry weitergehen.

„Nach dem Ende der viertägigen bilateralen Gespräche zwischen der iranischen und der US amerikanischen Delegation für die Gespräche werden möglicherweise die Diskussionen unter Beteiligung aller Mitglieder der 5+1 Gruppe weitergehen“, wurde Arakchi zitiert.

Vor den Gesprächen schwor Ali Khamenei, der oberste Führer der religiösen Diktatur am Mittwoch, dass sich dieses Regime internationalen Sanktionen widersetzen werde, die über sein Atomprogramm verhängt würden und drohte damit, die Exporte von Gas abzuschneiden.

In Teheran äußerte Khamenei: „Der Feind benutzt den Hebel der Sanktionen,   um zuzuschlagen, und das Ziel ist, unseren Fortschritt zu stoppen“.

„Wenn wir ihnen erlauben, ein Diktat über uns in der Atomsache zu verhängen, so werden sie die Sanktionen aufrechterhalten, weil sie gegen die Grundlagen unserer Revolution sind“.

„Wenn Sanktionen der Weg sein sollen, so kann das die iranische Nation ebenso gut. Ein großer Vorrat des Öls und des Gases der Welt sind im Iran. Deshalb kann der Iran, wenn nötig, das Gas zurückhalten, von dem Europa und die Welt abhängig sind“, ergänzte er.

Hassan Rohani, der Präsident der klerikalen Diktatur, die im Iran herrscht, sagte am Dienstag, dass Teheran die Arbeit an seinem Atomprogramm beschleunigen werde, und fügte hinzu, dass es niemandem um Erlaubnis dafür bitten werde,  technologisch voranzukommen.

Rohani prahlte damit, der Iran habe „hochwichtige Fortschritte auf nuklearem Gebiet“ gemacht, diese  Fortschritte seien aber durch die laufenden Atomverhandlungen mit den Weltmächten in den Hintergrund gerückt worden. „Wir fragen niemanden um Erlaubnis, Fortschritte in der Wissenschaft und in unseren Kenntnissen zu machen, und werden das auch nicht tun“, meinte er. 

Laut Nachrichtenagentur Fars brüstete sich Rohani damit, dass der Iran, „hochwichtige Fortschritte auf nuklearem Gebiet“ gemacht habe. Jedoch seien diese Fortschritte von den laufenden Atomverhandlungen aufgehalten worden.

Rohani führte in seiner Rede aus, die Verhandlungen mit der Welt bedeuteten nicht, dass Teheran seine wissenschaftlichen Anstrengungen aufgeben werde.

Rohani sagte dazu, niemand solle glauben, die Gespräche mit der Welt könnten so verstanden werden, dass der Iran damit aufhören werde, Fortschritte in einem bestimmten Wissenschaftszweig zu machen.

Das iranische Regime und die Weltmächte haben eine Deadline bis zum 31. März hat, um zu einer politischen Übereinkunft über Teherans Atomprogramm zu gelangen.