Monday, December 5, 2022
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Ausstellung vor dem US Kongress erinnert an die Opfer des Massakers von 1988 im Iran

US – Iraner nahmen am Donnerstag an einer Kundgebung, Mahnwache und Fotoausstellung auf dem Boden des US Kapitols teil, um an die Opfer des Massakers von 1988 an politischen Gefangenen im Iran zu gedenken.

Zu den Rednern der Veranstaltung zählten die Demokraten Eliot Engel, Vorsitzender des Komitees für auswärtige Angelegenheiten im US Repräsentantenhaus, sowie Steve Cohen, Vorsitzender des Unterausschusses der Justiz im Repräsentantenhaus für Verfassung, zivile Rechte und zivile Freiheiten.

Die Veranstaltung wurde von der Organisation der US – Iranischen Gemeinden geleitet. Sie beschrieb das Massaker von 1988 als „fortgesetzte Menschenrechtsverletzungen“.

Die Teilnehmer riefen die Politiker auf, die religiösen Despoten zur Rechenschaft zu ziehen, die dieses Verbrechen begangen haben. Sie forderten die USA auf, dafür zu werben, dass die Verantwortlichen des Massakers von 1988 vor den Vereinten Nationen zur Rechenschaft gezogen werden.

Mehrere Medienvertreter übertrugen die Veranstaltung, unter anderem Voice of America.

Rund 30.000 politische Gefangene, viele davon Mitglieder und Sympathisanten der Volksmojahedin Iran, wurden 1988 aufgrund einer Fatwa von Chomeni hingerichtet.

 

 

Hintergrund zum Massaker von 1988

• Mehr als 30.000 politische Gefangene wurden im Iran im Sommer 1988 hingerichtet
• Das Massaker fand auf der Basis einer Fatwa von Chomeni statt
• Die überwiegende Mehrheit der Opfer waren Aktivisten der Volksmojahedin Iran (PMOI, Mujahedin-e Khalq oder MEK).
• Todeskomitees sprachen alle Todesurteile aus
• Alireza Avaei, ein Mitglied der Todeskomitees, ist amtierender Justizminister im Kabinett von Hassan Rouhani. Die Verantwortlichen des Massakers wurden bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen.
• Am 9. August 2016 bewies ein Audio – Mitschnitt vom damaligen designierten Nachfolger von Chomeni, dass das Massaker statt gefunden hat und dass es auf den höchsten Ebenen des Regime geplant wurde.
• Die UN hat bis heute das Massaker von 1988 nicht untersuchen lassen