Thursday, December 8, 2022
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Berlin: Große Versammlung aus Anlaß des Internationalen Frauentages

Samstag, den 7. März 2015, 20. 40 Uhr

Berlin: Große Versammlung aus Anlaß des Internationalen Frauentages; mehr als hundert angesehene Frauen von fünf Kontinenten nehmen daran teil

Maryam Rajavi fordert, daß die gegen den Fundamentalismus, den Hauptfeind der Gleichberechtigung sowie des Friedens und der Sicherheit der Welt,

gerichtete Bewegung gestärkt wird

NCRI – Am Samstag, den 7. März fand in Berlin aus Anlaß des Internationalen Frauentages eine große Versammlung statt. Sie stand unter dem Motto: „Für Toleranz und Gleichberechtigung gegen Fundamentalismus und Frauenhaß“. Die Anwesenden unterstrichen: Dem Fortschritt zur Gleichberechtigung in der Welt hat sich eine schreckliche Barriere in den Weg gestellt: der islamische Fundamentalismus. Dies Phänomen stellt für den gesamten Nahen Osten eine Bedrohung dar, aber ebenso für die ganze Welt – durch Genozid, Terrorismus und Diskriminierung –, für die Frauen die größte Gefahr.

Die Anwesenden kamen überein: Die Lösung dieser Krise kann nur darin bestehen, daß die Macht der Frauen gestärkt wird – in einer Widerstandsbewegung, die die Macht der Frauen und ihre Fähigkeit zu führen für legitim erklärt. Die Anwesenden forderten eine umfassende Strategie, die sich auf das iranische Regime konzentriert – das Zentrum des islamischen Fundamentalismus -, die demokratischen Muslime unterstützt und das Regime am Erwerb von Atomwaffen hindert. 

An dieser Versammlung nahm außer Frau Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin des iranischen Widerstandes, eine große Zahl angesehener Frauen aus Politik, Gesellschaft und Künsten und für die Frauenrechte Engagierter aus den fünf Kontinenten der Welt teil, darunter Kim Campbell, Rita Süßmuth, Linda Chavez, Frances Townsend, Ingrid Betancourt, sowie eine Delegation von Juristinnen, darunter Maria Candida Almeida (Generalstaatsanwältin in Portugal), eine Delegation der syrischen Opposition, eine Delegation angesehener Frauen aus Asien, eine große Delegation von deutschen Abgeordneten, Bürgermeistern und sonstigen Würdenträgern, eine Delegation von Parlamentarierinnen aus den arabischen Ländern, eine Delegation, die iranische Frauenverbände und –institutionen in Europa und den Vereinigten Staaten vertrat, und tausende Frauen aus verschiedenen Ländern und Religionen. 

Während dieser Versammlung erklärte Frau Maryam Rajavi, ausschlaggebend für den Machtgewinn der Fundamentalisten sei die Machtergreifung der reaktionären Mullahs im Iran gewesen, denn sie hätten das erste Modell einer fundamentalistischen Herrschaft vorgeführt. Sie fügte hinzu: „Der Fundamentalismus ist nicht ein Streit zwischen dem Islam und dem Westen, auch nicht zwischen Freiheit und Knechtung und Diktatur, und endlich nicht zwischen Gleichberechtigung und Tyrannei und Frauenhaß. Das Herz des Fundamentalismus ist Frauenhaß; durch die Unterdrückung der Frauen hält er die ganze Gesellschaft in Schach.“

Um die Welt vor dem Alptraum des Fundamentalismus zu retten und die Völker des Nahen Ostens von diesem ominösen Phänomen zu befreien, forderte sie alle edelmütigen Frauen der Welt auf, im Namen des Islam gegen den islamischen Fundamentalismus und gegen Terrorismus und Barbarei eine mächtige Front zu bilden. Sie sagte: „Dies Regime ist das eigentliche Problem; dadurch, daß es die Diktaturen von Assad in Syrien und Maliki im Irak unterstützte, kam es zu der Entstehung fundamentalistischer Milizen wie ISIS. Schweigen angesichts der Art, wie sich das Regime in andere Länder der Region einmischt, ganz zu schweigen von einer Zusammenarbeit mit ihm mit dem Vorwand, ISIS zu bekämpfen, wäre ein furchtbarer strategischer Fehler.“

Sie warnte: „Es wäre eine Illusion zu meinen, man könne jenen, der das Feuer schürt, bitten, es zu löschen. Ganz im Gegenteil bestünde die richtige Politik in der Vertreibung des Mullahregimes aus dem Irak und aus Syrien. Die Demontage dieses Regimes ist ein wesentliches Gebot – nicht nur für das iranische Volk, sondern für die gesamte Region und die Welt. Die von den westlichen Regierungen betriebene Beschwichtigungspolitik ist insofern verbrecherisch, als sie sich auf den Weg der Versöhnung mit dem staatlichen Financier des Terrorismus, dem Regime des Iran, begeben und sich an der Unterdrückung der Alternative zum Fundamentalismus beteiligt haben. Konzessionen an das Regime bei den Nuklearverhandlungen wären ein Verstoß gegen die höchsten Interessen der Völker des Iran und der Region und würden den Frieden und die Sicherheit der Welt untergraben. Es würde bedeuten, daß man die Menschenrechte des iranischen Volkes preisgibt.“

Sie wies auf die Zunahme der Hinrichtungen im Iran hin – darunter die Erhängung von mindestens 21 Häftlingen allein am 4. März, darunter sechs sunnitischen politischen Gefangenen. Sie stellte fest: „Das iranische Regime bedarf dringend dieser Welle von Hinrichtung und Repression, um – besonders während der Nuklearverhandlungen – Volksaufstände zu verhindern. Schweigen und Tatenlosigkeit angesichts der schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran ermutigen das Regime nicht nur zur Fortsetzung seiner Schandtaten, sondern auch zur Fortsetzung seines Nuklearprogramms und zur Ausfuhr des Terrorismus.“ Maryam Rajavi forderte als wesentlichen Schritt der Auseinandersetzung mit dem Fundamentalismus die Unterstützung des iranischen Widerstands, der demokratischen Alternative, die schon mehr als 30 Jahre lang das geistliche Regime bekämpft hat. Diese Alternative verfolgt den echten, demokratischen Islam, betont die Trennung von Moschee und Staat, Gleichberechtigung und einen atomwaffenfreien Iran. 

In ihrem Schlußwort sagte die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstands: Die größte Bewegung avantgardistischer Frauen beflügelt und inspiriert in Camp Liberty die iranischen Frauen und ist für alle nach Gleichberechtigung strebenden Bewegungen der Welt ein Schatz. Sie forderte die internationale Gemeinschaft, die Regierung der USA, die Europäische Union und die Vereinten Nationen auf, ihnen Schutz und Sicherheit zukommen zu lassen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran

den 7. März 2015

Ergänzung

An dieser großen Veranstaltung nahmen eine Reihe von Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft und den Künsten teil, sowie für Menschen- und Frauenrechte Engagierte aus allen Kontinenten der Erde, zudem Delegationen von Dutzenden iranischen Frauenverbände und –organisationen aus Europa und den Vereinigten Staaten. Während der Versammlung, die von Frau Sarvnaz Chitsaz, der Vorsitzenden des Frauenausschusses des NCRI veranstaltet und von Frau Linda Chavez, der ehemaligen Direktorin des Weißen Hauses für Öffentlichkeitsarbeit, geleitet wurde, sprachen die folgenden Persönlichkeiten: 

Rudy Giuliani, ehemaliger Bürgermeister von New York City und Präsidentschaftskandidat im Jahre 2008, und Frances Townsend, Assistentin des US-Präsidenten für innere Sicherheit und Bekämpfung des Terrorismus von 2004 bis 2008, aus den Vereinigten Staaten, Kim Campbell, ehemaliger Premierminister von Kanada, Iveta Radicova, ehemalige Ministerpräsidentin der Slowakei, Rita Süßmuth, ehemalige Präsidentin des Bundestages, Günter Verheugen, Mitglied der Europäischen Kommission von 1999 bis 2009, Horst Teltschik, Sicherheitsberater von Bundeskanzler Kohl und ehemaliger Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Bischof i. R. Wolfgang Huber, ehemaliger Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Otto Bernhardt, Präsident der Konrad-Adenauer-Stiftung und Vorsitzender des Deutschen Komitees Solidarität mit dem Iran, und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, ehemalige Justizministerin. 

Für die Delegation der Bürgermeister sprachen Matthias Köhne und Angelika Schöffler, für verschiedene politische Richtungen und Parteien Fritz Felgentreu, Klas Dieter Grauhler, Rudolf Hencke und Stefan Evers im Namen der anwesenden deutschen Abgeordneten, und Susanne Kahl-Passoth, Vizepräsidentin des Deutschen Frauenrates, aus Deutschland, außerdem Ryszard Czarnecki, Vizepräsident des Europäischen Parlaments aus Polen, Alejo Vidal-Quadras, der frühere Vizepräsident des Europäischen Parlaments und Präsident des Internationalen Komitees Auf der Suche nach Gerechtigkeit (ISJ), Struan Stevenson, der frühere Präsident der Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zum Irak und Präsident der „Europäischen Vereinigung für Freiheit im Irak (EIFA)“ aus Großbritannien, Bernard Kouchner, Giulio Maria Terzi und Maia Panjikidze, ehemalige Außenminister von Frankreich, Italien und Georgien, Ingrid Betancourt, ehemalige kolumbianische Präsidentschaftskandidatin, und Maria Elena Elverdin, Generalstaatsanwältin Portugals, Khawala Dunia im Namen der Delegation der syrischen Opposition, Najimeh Taytay aus Marokko im Namen einer Delegation von Abgeordneten aus den arabischen Ländern, Valentian Leskaj, Abgeordneter aus Albanien und stellvertretendes Mitglied des Europarates, Senator Gari Durán Vadell und Beatriz Becerra aus Spanien, Nele Lijnen aus Belgien im Namen einer Delegation von Frauen aus dem Europäischen Parlament und Ranjana Kumari aus Indien im Namen einer Delegation von angesehenen Frauen aus Asien und dortigen Frauenbewegungen.

Außerdem erklärte eine Gruppe von Frauen ihre Solidarität mit der Internationalen Front gegen den Fundamentalismus, die von Frau Maryam Rajavi ausgerufen worden war. Vida Nik Talean, Präsidentin der Frauenvereinigung für Demokratie im Iran, sprach im Namen iranischer Fraueninstitutionen und –vereinigungen auf der ganzen Welt, die an der Versammlung teilnahmen. 

Endlich nahmen eine Delegation von Frauen aus allen fünf Kontinenten und Delegationen aus Polen, Tschechien und der Slowakei an der Versammlung teil.