
1993 hat Mohammad Mohaddessin, der Chef des Ausschusses für Außenpolitik im Nationalen Widerstandsrat Iran (NCRI), ein Buch mit dem Titel Islamic Fundamentalism: The New Global Threat [Islamischer Fundamentalismus: Die neue globale Bedrohung] veröffentlicht.
Trotz seiner frühen Warnungen achteten der Westen und die Nachbarländer des Iran nicht auf die lauernde Gefahr, weil sie befangen waren in kurzfristigen politischen und wirtschaftlichen Interessen. Sie ignorierten wiederholte Warnungen von der Seite des NWRI vor den nuklearen Ambitionen Teherans, vor den Raketenprogrammen und seinem sich ausdehnenden Terrornetz. Statt sich mit der primären Bedrohung für die Sicherheit zu befassen, optierten sie für Geschäftsabschlüsse mit Teheran und stellten sich blind gegenüber lauernden Gefahren.
Die Politik der Beschwichtigung der herrschenden Kleriker hat das Regime nur dazu befähigt, seinen Terrorismus global auszudehnen, indem es Netze der organisierten Kriminalität in allen Kontinenten mit staatlich geförderter Rückendeckung versah.
In den letzten Monaten haben zahlreiche Geheimdienstberichte und Medien die extensive Auslagerung von Terroraktivitäten bestätigt, bei denen Dutzende Mordanschläge gegen Bürger, Intellektuelle und auswärtige Politiker durchgeführt wurden.
Am 14. Dezember 2003 hat Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des NWRI davor gewarnt, dass die fundamentalistische und terroristische Ideologie des Regimes eine weit größere Gefahr als sein Atomprogramm darstelle. Aber dieser Alarm blieb auch unbeachtet. Die ideologische Infiltration im ganzen Vorderen Orient verbreitete sich in dem Netz seiner Proxy-Kräfte, traf aber sowohl bei den regionalen als auch bei den westlichen Mächten auf Gleichgültigkeit. Diese Nachlässigkeit kulminierte in den Ereignissen des 7. Oktober 2023, die die ganze Region in einen katastrophalen Krieg führten. Jetzt sind Zehntausende an unschuldigen Zivilisten tot und Millionen wurden zu Flüchtlingen; der Konflikt schlug Wellen bis in die globalen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Systeme.
https://x.com/Maryam_Rajavi/status/1841510196990079004
Die Welt wachte kurz für die Bedrohung auf, die sich durch die nuklearen Ambitionen stellten, als der NWRI im August 2002 Teherans heimliches Atomprogramm enthüllte. Statt jedoch eine entschiedene Position zu beziehen, setzte die globale Gemeinschaft ihre Appeasement-Politik fort und erlaubte damit dem Regime, sich langsam immer näher dahin zu bewegen, dass es nukleare Fähigkeiten erwarb. Aber auch jetzt noch treten westliche Analysten dafür ein, dass eine Deeskalation der Spannungen der beste Kurs bleibe, um einen atomar gerüsteten Iran zu verhindern.
Teheran hat diese Politik ohne Standvermögen meisterhaft ausgenutzt und die internationale Gefälligkeit in eine Gelegenheit für den eigenen Vorteil verwandelt. US Geheimdienste deckten auf, dass Irans Proxys wie die Hisbollah eifrige Spieler bei Drogenhandel, Waffenschmuggel und Geldwäsche in großem Stil wurden und damit Teheran dabei halfen, internationale Sanktionen zu umgehen.
Aber diese Erkenntnisse führten zu kaum mehr als zu rhetorischen Verurteilungen. Die Obama Administration ganz besonders entschied sich dafür, Untersuchungen über solche Aktivitäten zu stoppen, um den Weg für das Atomabkommen mit dem Iran zu bahnen. Heute hat die Ausstattung mit illegalen Waffen und der globale Drogenhandel, besonders mit Fentanyl, drängende internationale krisenhafte Ausmaße angenommen, namentlich in den Vereinigten Staaten, wo allerdings die Finger immer nur auf lateinamerikanische Drogenkartelle weisen.
Die raue Wirklichkeit ist, dass die einzige Lösung für diese verworrenen Krisen ein Regimewechsel im Iran ist. Wenn die Führer der Welt nur die Andeutung von Entschlossenheit gegenüber den Mullahs haben, so deshalb, weil sie sie erkennen, dass das Regime bar jeder wirklichen sozialen Unterstützung ist.
https://x.com/Maryam_Rajavi/status/1841510196990079004
Jedoch hat eine Fehldeutung von verbreiteten Aufständen und Protesten sie dazu veranlasst, falschen oder in die Irre führenden Alternativen Rückhalt zu geben. Zum Beispiel haben im Westen unterstützte Medien in persischer Sprache für falsche Oppositionsfiguren geworben und die realen Stimmen des Widerstands innerhalb des Iran außen vor gelassen.
Diese Medienplattformen sind so weit gegangen, die echten Graswurzel Widerstände mit Zensur zu belegen und damit dem Regime in Wirklichkeit zu helfen, seine Unterdrückung im Inland und seine destabilisierenden Aktionen im Ausland fortzusetzen.
Weit entfernt davon, den Willen des iranischen Volkes zu vertreten, dienen diese Oppositionsfiguren oft nur dazu, Spaltungen und Verwirrung zu schaffen. Teheran selbst begrüßt diese Ablenkungsmanöver, weil sie die wirkliche organisierte Opposition im Land unterminieren.
Diese Opposition hat im Gegensatz zu den vom Regime gebilligten Stimmen, die in vom Ausland finanzierten Medien verbreitet werden, ein Netz von Widerstandseinheiten in vielen großen und kleinen Städten und Dörfern des Iran aufgebaut. Diese Einheiten fordern das Regime von innen heraus und flößen der Bevölkerung Hoffnung auf einen echten Weg nach vorne ein.
Nach fast fünf Jahrzehnten der Beschwichtigung und einem Verfolgen einer gescheiterten Politik sieht sich die Welt jetzt in dieser prekären Situation.
Der einzige Weg, den führenden staatlichen Sponsor von Terrorismus daran zu hindern, zu den tödlichsten Massenvernichtungswaffen zu gelangen, ist es, das iranische Regime durch eine organisierte im Inland gewachsene Kraft zu stürzen. Wenn die internationale Gemeinschaft endlich des Umfangs ihres Scheiterns in den vergangenen Jahrzehnten gewahr wird, wird sie genau wissen, wo sie sich für die Lösung hinwenden kann.
