Thursday, December 8, 2022
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Das iranische Regime weist erneut die Einladung eines MdEP zurück

CRONBERG TRIFFT JALALI IN TEHERANDas Majlis (Parlament) des iranischen Regimes hat erneut die Einladung von Tarja Cronberg,

der Vorsitzenden der Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zum Iran, zurückgewiesen, der zufolge eine Delegation des Majlis Europa besuchen solle, dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Fars. 

Am 3. April verabschiedete das Europäische Parlament eine maßvoll kritische Resolution über den Iran und löste damit eine hysterische und so noch nie dagewesene Reaktion beim Regime der Mullahs aus. 

Kazem Jalali hatte zuerst eine Erklärung am 1. April abgegeben und sich an  Tarja Cronberg gewandt, die eine parlamentarische Delegation des iranischen Regimes eingeladen hatte, am 27.-28. April nach Straßburg  zu reisen. 

„Wegen der Absage eines möglichen Besuchs einer iranischen parlamentarischen Delegation in Europa hatte Tarja Cronberg die iranische Botschaft in Belgien um eine Telefonkonferenz mit Kazem Jalali gebeten, dem Zuständigen für die parlamentarischen Beziehungen des Iran mit dem Europäischen Parlament. Das Gespräch fand gestern (Donnerstag) Nachmittag statt“, heißt es in dem Bericht von Fars.    

Tarja Cronberg „drückte ihr Bedauern über die Verabschiedung einer antiiranischen Resolution im Europäischen Parlament aus und legte Wert darauf, dass der Besuch der iranischen parlamentarischen Delegation auf jeden Fall stattfinden solle, so dass Übelwollende ihr Ziel einer Störung der Beziehungen zwischen dem Iran und Europa  nicht erreichen sollten“, ergänzte der Bericht von Fars.

“Zum Schluss des Gesprächs forderte Tarja Cronberg, der Besuch der iranischen parlamentarischen Delegation solle stattfinden, weil das Europäische Parlament nach dem Termin des geplanten Besuchs keine Sitzungen mehr haben werde. Nachdem Tarja Cronberg ihr Ersuchen gestellt hatte, wiederholte Kazem Jalali: Es ist für die iranische parlamentarische Delegation nicht möglich, nach Europa zu reisen“.

Mehrere hohe Beamte des iranischen Regimes, unter anderem auch der sogenannt „gemäßigte“ Außenminister, der Sprecher des Majlis (des iranischen Parlaments), der Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Nachrichtendienste in iranischen Parlament, der Führer der Freitagsprediger in Teheran, zahlreiche Mitglieder des Majlis und die überwältigende Mehrheit der Medien, hatten ungezügelte Angriffe gegen die EU gestartet und gefragt, warum es das Europäische Parlament es wage, Menschenrechtsverletzungen und antidemokratisches Verhalten des iranischen Regimes in die laufenden Atomgespräche einzubeziehen.

Brigadegeneral Mohammad Reza Naghdi, der Kommandeur der Basidsch Einheiten, bezeichnete die MEP der EU schlimmer als ‚vierbeinige Tiere‘. Er meinte: „Sie sagen uns in ihrer Resolution, wir hätten kein Recht, Menschen hinzurichten und sie wollen ein Büro im Iran haben. Es ist verdammt noch mal nicht ihre Sache, ein Büro im Iran zu eröffnen“. (Die staatliche Internetseite Tabnak – 3. April 2014) 

Das hochrangige MEP Struan Stevenson, Vorsitzender der Freunde eines Freien Iran, sagte am 8. April in einer Erklärung:  „Die hysterische Reaktion des iranischen Regimes macht es noch notwendiger, den Druck auf die Einhaltung der Menschenrechte in allen Verhandlungen über die Versuche der Mullahs, Atomwaffen zu entwickeln, aufrechtzuerhalten. Es wäre ein schwerer Fehler, mit diesem Druck nachzulassen in der Hoffnung, die angeblich ‚gemäßigten‘ Kräfte im Iran zu besänftigen.

Die hysterische Reaktion des iranischen Regimes auf die Resolution des Europäischen Parlaments zeigt, wie notwendig es ist, weiterhin bei einer standhaften Politik gegen die barbarische Verletzung der Menschenrechte, gegen Atompläne und regionale Kriegstreiberei zu bleiben“.