Tuesday, November 29, 2022
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Der Iran versucht, das Eingeständnis von Terror durch einen Diplomaten zu dementieren

Viele Vertreter des iranischen Regimes haben eiligst und wie verrückt versucht, das Eingeständnis eines ihrer früheren Diplomaten zu dementieren oder zu vernebeln,  dass Europa unwiderlegliche Beweise für die terroristischen Aktivitäten dieses Regimes hat.

Ali Majedi, früherer Botschafter Teherans in Deutschland, gab dies in der vergangenen Woche in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur ISNA zu.

Majedi: „Die Europäer haben Beweise erhalten, die wir nicht widerlegen können. Sie haben Zeugen für ihre Aussagen. Es gibt einige, die glauben, den Interessen ihres Landes mit Willkürhandlungen zu dienen“.

Dieses Bekenntnis erfolgte nur wenige Tage, nachdem die EU neue Sanktionen gegen das iranische Ministerium für Nachrichtendienste und Sicherheit (MOIS) und zwei seiner Mitglieder dafür verhängt hatte, dass sie Terrorangriffe in Europa planten.

Einer der mit Sanktionen belegten ist der höhere iranische Diplomat in Wien Assadollah Assadi, der an dem Komplott eines Sprengstoffanschlags auf die jährliche Versammlung Für einen Freien Iran bei Paris  beteiligt war, die von 100 000 Personen besucht worden ist. Er heuerte Leute an, die Terroristen sein wollten, und lieferte die Sprengkörper. Er wurde in Deutschaland festgenommen und an Belgien ausgeliefert, wo ihm der Prozess gemacht werden soll.

Vertreter des iranischen Regimes haben lange versucht, ihre Beteiligung an Terrorismus abzuleugnen und sogar die Sanktionen als Ergebnis des politischen Drucks des Iranischen Widerstands hinzustellen, aber Majedis Eingeständnis hat die Wahrheit ans Licht gebracht und wurde zu einer Quelle von Streit unter Politikern des iranischen Regimes.

Das iranische Außenministerium war gezwungen, eine Erklärung abzugeben, die Majedis Aussagen rechtfertigte und andere beschuldigte, sie falsch zu interpretieren, sowie die Lüge verbreitete, dass der Iranische Widerstand für terroristische Aktivitäten verantwortlich sei.

Es heißt in der Erklärung: „Es ist klar, dass [Majedi] sich nicht auf einen bestimmten Fall bezogen und nur über eine allgemeine Besorgnis über Möglichkeiten  gesprochen hat…. Wie [Majedi] betont hat, wurden diese Angriffe wahrscheinlich von Oppositionsgruppen so durchgeführt, dass sie dem Iran angelastet werden können. Ausländische Medien und Personen mit böswilligen Absichten wären gut beraten, keine Interpretationen nach ihrem Gusto von diesem Interview zu machen und Ihre Wünsche nicht anderen unterzuschieben“.

Natürlich kann der Rest der Welt klar sehen, dass Europa keinesfalls ein Land für das Begehen von Terrorismus auch nur anklagen würde – geschweige denn es mit Sanktionen belegen, Diplomaten ausweisen und andere verhaften – ohne dass es Beweise dafür hat.

Andere Vertreter des Regimes, besonders die aus der Fraktion des Obersten Führers Khamenei, haben öffentlich ihren Zorn zum Ausdruck gebracht. Die Zeitung Keyhan, das Sprachrohr Khameneis, hat Majedi in einem Gastbeitrag einen „Vertreter des Feindes“ genannt. Sie schreiben dort: „Der eher bedauernswerte Zug dieses Interviews ist, dass der frühere Botschafter in Deutschland sich auf die Seite der Europäer gestellt hat, was die Vorwürfe von Terrorismus gegen die Islamische Republik anbetrifft“.

Die verzweifelten Versuche des iranischen Regimes,  das Narrativ zu kontrollieren, zeigen nur, was der Widerstand seit Jahren sagt: der Terrorismus des Iran ist eine Bedrohung der globalen Sicherheit und er wird nur aufhören, wenn den Mullahs die Macht abgenommen wird.

Im ganzen Jahr 2018 hab es eine Reihe von Terroranschlägen, die dem Plan nach vom Regime gegen Mitglieder des Widerstandes in Europa ausgeführt werden sollten, unter anderem in Frankreich, in Albanien, in den Vereinigten Staaten, den Niederlanden und Dänemark. Der Grund dafür ist, dass die Herrscher im Iran sehen, dass sie zuhause unpopulär werden und sich international isolieren. Deshalb versuchen sie verzweifelt, was sie nur können, um ihr Bleiben an der Macht zu verlängern.