Tuesday, November 29, 2022
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Der Streik der Eisenbahnarbeiter im Iran geht weiter

Seit dem Ende des vergangenen Jahres protestieren die Menschen im Iran gegen das korrupte Regime. Anfangs protestierten die Menschen gegen die allgemeinen Probleme, die die meisten Leute in der Bevölkerung betrafen wie das Missmanagement des iranischen Regimes in der Wirtschaft des Landes und im Umgang mit den Ressourcen. Mit der Zeit jedoch wurden die Proteste immer spezifischer und verschiedene Sektoren der Gesellschaft haben Probleme hervorgehoben, die sie persönlich betrifft.

Neuerdings streiken die Eisenbahnarbeiter. Am Samstag, dem 27. Oktober, wurden viele Botschaften in die sozialen Medien gestellt in Bezug auf einen Streik der Eisenbahnarbeiter. Die Streiks gehen immer weiter.

Die Eisenbahnarbeiter haben die Verantwortung dafür, dass das Bahnnetz 24/7 läuft. Der jetzige Streik ist der dritte große Streik, den die Eisenbahnarbeiter in den letzten sechs Monaten begonnen haben. Zwischen den großen haben sie kleinere Streiks abgehalten.

Eine der großen Beschwerden der Eisenbahnarbeiter  ist es, dass die Auszahlung der Gehälter wieder einmal um drei oder vier Monate verzögert wurde. Man hörte bei den Protesten Arbeiter, die die Auszahlung ihrer Gehälter forderten.

Die wirtschaftliche Situation im Iran wird immer schlimmer und die Verzögerung beim Empfang der Gehälter hat große Auswirkungen auf ihr Leben. Wichtige Güter werden immer teurer. Selbst wenn sie ihre Gehälter pünktlich bekämen, müssten sie sie sich anstrengen zurechtzukommen, aber das Vorenthalten der Zahlung verschlimmert ihre Situation.

Die Politiker haben ihnen gesagt, dass ihre Löhne kommen würden und dass man sich um ihre Anliegen kümmern werde. Auch die Renten werden trotz der Versprechungen vorenthalten.

Die Eisenbahnarbeiter haben monatelang leere Versprechungen gehört und sie wissen, dass sie abgefertigt werden. Es gibt um die 6500 Eisenbahnarbeiter, die sich an den laufenden Protesten beteiligen und sie wohnen im ganzen Land, darunter den Provinzen Luristan, Chorasan, Aserbeidschan, Isfahan und Zanjan.

Die Arbeiter fordern die Behörden auf, auf ihre Ansprüche einzugehen. Einige fordern Dauerverträge und Sicherheit des Jobs. Sie wollen Garantien, dass sie keinen beliebigen Entlassung ausgesetzt sind und sie möchten die Auszahlung ihrer Gehälter pünktlich jeden Monat. Sie möchten auch, dass ihnen die Renten garantiert werden und auch ihre Versicherungsprobleme sollen gelöst werden.

In einer Stellungnahme sagten Eisenbahner in der iranischen Hauptstadt: „Wir haben unsere beanspruchten Leistungen und Renten nicht pünktlich bekommen, während wir es mit einem Anstieg der Preise für Güter des täglichen Gebrauchs zu haben und wir haben buchstäblich nicht die Möglichkeit, unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen. Wir Eisenbahnarbeiter gehören zu den Teilen der Gesellschaft, denen es am schlechtesten geht und die Löhne, die wir von den Vertragsunternehmen bekommen, sind wirklich minimal. Im besten Falle bekommt ein Eisenbahnarbeiter 15 bis 17 Millionen Rial pro Monat (107 $ bis 121 $).

Das meiste davon geht drauf für die Abzahlung der Hypothek, für Wasser, Elektrizität und Gas. Wenn wir überhaupt für die Kosten aufkommen können, dann unter großen Schwierigkeiten, und es werden immer mehr zusätzliche unlösbare Probleme auftreten“.