Saturday, December 10, 2022
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Deutschland-Iran: Deutsche Bank gibt auf US-Druck Iran-Geschäft auf

Börseexpress – Die Deutsche Bank gibt laut einem Bericht des "Spiegel" vom Samstag auf Druck der USA ihr Iran-Geschäft auf. Das größte deutsche Kreditinstitut hat demnach einem US-Unterhändler zugesichert, die Abwicklung von Euro-Geschäften mit dem Iran einzustellen. Außerdem war Kunden der Deutschen Bank im Iran zuletzt die "Geschäftsverbindung aus übergeordneten geschäftspolitischen Gründen" gekündigt worden. 

Bei der Bundesregierung habe die US-Regierung mit ihrer Forderung, die Hermes-Bürgschaften für Exporte in den Iran zu beenden, allerdings keinen Erfolg gehabt, berichtete das Nachrichtenmagazin weiter. Berlin wolle lediglich Sanktionsbeschlüsse der UNO gegen den Iran umsetzen.

Die Deutsche Bank werde die Abwicklung von Euro-Geschäften mit Iran einstellen, versprachen die Vertreter des größten deutschen Kreditinstituts dem amerikanischen US-Unterhändler Stuart Levey.

Außerdem kündigte die Deutsche Bank etlichen Kunden aus Iran vor wenigen Tagen die "Geschäftsverbindung aus übergeordneten geschäftspolitischen Gründen". "Dabei geht es aber nicht um Exil-Iraner, sondern nur um Iraner, die im Iran leben", sagte eine Sprecherin der Bank. Gemessen an den acht Millionen Privatkunden der Deutschen Bank handele es sich um eine "geringe Zahl" von Betroffenen. Als Grund nannte die Sprecherin die hohen Verwaltungskosten, die wegen der politischen Auflagen entstanden seien.