Quelle: Die Website der Hilfsmission der Vereinten Nationen für den Irak (UNAMI)
Bagdad, den 14. Dezember 2009 – Bei verschiedenen Besprechungen mit Regierungsvertretern des Irak und Mitgliedern des diplomatischen Corps in Bagdad hat die UNAMI ihre Anstrengungen fortgesetzt, die Zukunft der Bewohner des Lagers Ashraf zum Gegenstand von Verhandlungen zu machen.
Nach der Ankündigung der Regierung, daß am 15. Dezember entscheidende Schritte unternommen werden sollen, hat der Besondere Vertreter des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für den Irak (SRSG), Ad Melkert, erneut die Auffassung der Vereinten Nationen zum Ausdruck gebracht, jedwede Aktion sollte berücksichtigen, daß die Bewohner vor einer Zwangsumsiedlung, einer Vertreibung oder einer Repatriierung, die dem Prinzip des non-refoulement widerspräche, geschützt werden müssen.
Die UNAMI fordert alle betroffenen Parteien auf, die Verhandlungen mit dem Ziel einer Übereinkunft zu intensivieren, die ebenso mit dem internationalen Recht wie mit den legitimen Souveränitätsrechten des Irak verträglich ist; dazu müssen die Bewohner ihren zukünftigen Aufenthaltsort frei wählen können, und es müssen ihnen Optionen für eine freiwillige Ansiedlung außerhalb des Irak angeboten werden.
Die Vereinten Nationen werden in den kommenden Wochen die Situation im Lager täglich beobachten, wie die UNAMI und der Hohe Kommissar für die Menschenrechte es in den vergangenen Jahren getan haben.
