Friday, January 27, 2023
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Die verhafteten Demonstranten werden von iranischem Regime zu Tode gefoltert

Nach einem am 12. Dezember veröffentlichten Bericht des „Iran Human Rights Monitor“ (Iran HRM – ‚Aufsicht über die Menschenrechte im Iran‘) foltert das iranische Regime Demonstranten, die während der Proteste verhaftet wurden, zu Tode

Berichten zufolge foltert das iranische Regime jene, die während der Demonstrationen im Iran verhaftet wurden, zu Tode.

In einem am 12. Dezember veröffentlichten Bericht bestätigte Iran Rights Monitor (Iran HRM) den Einsatz von Gewalt gegen die verhafteten Demonstranten während der Folter, wobei es zu Todesfällen kam.

„Während Einzelheiten der Art, wie im Iran die Demonstrationen unterdrückt werden, in die Außenwelt dringen, erfahren wir“ – so der Bericht der Menschenrechtsgruppe – „von schrecklichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, darunter Tod unter der Folter.“

„Während der Demonstrationen des November wurden mindestens 1 000 Demonstranten ermordet, darunter einige Minderjährige. Weitere
4 000 wurden verletzt, und 12 000 wurden in die Gefängnisse des Regimes gebracht. Das Schicksal von vielen der Verhafteten“ – so fährt der Bericht fort – „ist ungewiß.“

Ferner enthüllt der Bericht von „Iran HRM“ die Identität von einigen der Todesopfer:

„Hamid Sheikhani, 35 Jahre alt, Vater eines siebenjährigen Kindes, wurde am 17. November im Distrikt Mahshahr – in der ölreichen Provinz Khuzestan, gelegen im Südwesten des Iran – verhaftet. Bis zum 23. November erfuhr seine Familie nichts von ihm; dann wurde sie aufgefordert, seinen Leichnam aus dem Gefängnis abzuholen. Nach örtlichen Berichten war er zu der Zeit seiner Verhaftung gesund. Daß er wenige Tage später starb, führt“ – so heißt es in dem Bericht – „zu ernsten Fragen nach seiner Behandlung und den Haftbedingungen – einschließlich der Folter.“

„“Der 17 Jahre alte Arvin Ranin wurde von den Truppen des Corps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) während der Demonstrationen in Marivan verhaftet. Berichten zufolge wurde er zu Tode gefoltert. Seine Angehörigen wurden“ – so fährt der Bericht fort – „gezwungen, für die Aushändigung des Leichnams ihres geliebten Kindes zu bezahlen.“

„Eine Frau namens Halimeh Samiri wurde während der Demonstrationen, die im November im Iran stattfanden, in Abadan verhaftet. Sie wurde von den Revolutionsgarden des Regimes zu Tode gefoltert. Darnach warfen sie“ – so fährt der Bericht fort – „ihren Leichnam vor die Tür der Wohnung ihres Vaters.“

„Ein weiterer Demonstrant, der zu Tode gefoltert wurde, ist Kaveh Veisani, der 30 Jahre alt war. Er wurde am 17. November in Sanandaj – in der iranischen Provinz Kurdistan – durch die Truppen des IRGC verhaftet. Sein Leichnam trug Spuren der Folter, darunter Beulen; er wurde am 6. Dezember in einem Vorort der Stadt gefunden. Er hatte“ – so schließt der Bericht – „eine zwei Jahre alte Tochter, und seine Frau erwartete ein weiteres Kind.“

Die Demonstrationen begannen am 15. November aufgrund der gesteigerten Benzinpreise; doch sie nahmen rasch politischen Inhalt an. Von Anfang an setzte das iranische Regime gegen die wehrlosen Demonstranten Gewalt ein.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI), hat den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen aufgefordert, dies große Verbrechen zu verurteilen. Die Vereinten Nationen müssen, so sagte sie, sofort Ermittlungskommissionen in den Iran entsenden, um die Fälle der Getöteten, Verletzten und Verhafteten zu untersuchen. „Taten-losigkeit angesichts dieses beispiellosen Verbrechens wäre“ – so sagte Frau Rajavi – „unverzeihlich und würde vom Regime als grünes Licht gedeutet werden, seine Schandtaten fortzusetzen und zu steigern.“