Sunday, December 4, 2022
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EIFA verurteilt die Ermordung des UN Vertreters, der das Massaker gegen die Iraner in Camp Ashraf dokumentiert hat

Quelle: The European Iraqi Freedom Association (EIFA)

ERMORDUNG DES UNO VERTRETERS IN DIYALA, IRAK

Die Milizen müssen aufgelöst und deren Mitglieder als Terroristen behandelt werden.

Am Dienstag, dem 16. Februar, gab die UN Hilfsmission für den Irak (UNAMI) bekannt,

dass der Tod ihres Vertreters in der Provinz Diyala Amer al-Kaissy sich bestätigt hat. Er wurde im April 2015 von Milizen entführt.

Ján Kubiš, der Sonderbeauftragte des UN Generalsekretärs für den Irak, hob hervor: „Mehr als neun Monate lang haben wir um die Intervention der Regierung auf lokaler und nationaler Ebene nachgesucht, um seine sichere Rückkehr zu seinen Angehörigen zu gewährleisten… … Ich bin tief enttäuscht, dass unsere Bemühungen und Appelle ohne Antwort geblieben sind“. Die UNAMI hat die irakischen offiziellen Stellen aufgerufen, eine umfassende und transparente Untersuchung durchzuführen und die Täter dieses brutalen Mordes vor Gericht zu bringen.

Amer al-Kaissy hat eine aktive Rolle gespielt bei der Berichterstattung über Gefangene, die sich in den Händen von Milizen befinden, die mit dem iranischen Regime verbunden sind, und die gefoltert worden sind. Als er von dem Massaker an Bewohnern von Ashraf am 1. September 2013 erfuhr, begab er sich sofort dorthin und begann damit, Einzelheiten über dieses schreckliche Verbrechen offenzulegen, indem er Berichte darüber schickte.

Die Milizen, die den UNAMI Vertreter töteten, stehen unter dem Befehl von Hadi al-Ameri, dem Kommandeur der Badr Organisation, und Abu Mahdi al-Muhandis, dem Kommandeur von al-Hashd al-Shaabi. Sie haben im Januar dieses Jahres in  Meqdadiya mehr als einhundert Zivilisten umgebracht.

Die  European Iraqi Freedom Association (Europäische Gesellschaft für die Freiheit im Irak) gibt ihrem Abscheu gegenüber diesem schrecklichen Verbrechen Ausdruck und bekundet der Familie von Amer al-Kaissy ihr Beileid. Sie ruft die irakische Regierung auf, diejenigen, die  diese Gräueltat begangen haben, festzunehmen und zu bestrafen. Es ist bekannt, um wen es sich handelt, und die irakische Regierung muss sie vor Gericht stellen ohne Rücksicht auf politische Erwägungen.

Die Ermordung eines Vertreters der UNO macht es doppelt wichtig, dass die irakische Regierung sofort die Milizen auflösen muss und dass EU und USA sie auf ihre Terrorlisten setzen. Der Westen muss seine Hilfe für den Irak von der Auflösung dieser Milizen abhängig machen. Es gibt keine Hoffnung auf eine Rückkehr zum Frieden, auf Sicherheit und einen Sieg über ISIS, solange sie weiter existieren.

Struan Stevenson

Präsident der European Iraqi Freedom Association (EIFA) (Europäische Gesellschaft für die Freiheit im Irak)

(Struan Stevenson war von 1999 bis 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments und von 2009 bis 2014 Präsident der Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zum Irak)