Tuesday, December 6, 2022
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Gastbeitrag: Die Versuche des iranischen Regimes, die Daten über die Wirtschaft zu manipulieren

Die iranische Wirtschaft steht mächtig unter Druck wegen der lähmenden wirtschaftlichen Sanktionen, die die Trump Administration in Kraft gesetzt hat. Die Vertreter der iranischen Regierung haben jetzt die Aufgabe, die Daten über die Wirtschaft so zu ändern, dass sie nicht so elend erscheint wie sie es in Wirklichkeit ist.

Verschiedene dieser Vertreter haben den Auftrag erhalten, künstlich eine niedrige Rate des Gegenwerts zum Dollar vorzuspiegeln, obwohl der Handel stillsteht.

Das Regime hat versucht, die zu Beginn des Monats eingesetzten US Sanktionen als unwirksam darzustellen. Jedoch werden die künstlichen Berichte, für die es verantwortlich ist, nicht mehr sehr lange ihren Zweck erfüllen können.

Die künstlichen Elemente folgen mehreren verschiedenen Strategien. Eine Art, die Zahlen sozusagen aufzupumpen, ist es, Millionen Dollar von den Banken zu nehmen und sie auf den Markt zu werfen. Das ist ein Weg, den Anfangseffekten der Sanktionen zu entgehen, allerdings ein künstlicher.

Geld auf die Märkte zu bringen und Bankkonten zu überziehen, ist keine Taktik, die das iranische Regime sehr lange verfolgen kann, weil die Wirtschaft in einer sehr heiklen Situation ist. In dem Land wird nur noch sehr wenig Handel getrieben, so dass in keiner Weise  mehr eine stabile wirtschaftliche Situation erzielt werden kann.

Das iranische Regime verliert die Kontrolle über die wirtschaftliche Situation und es weiß, dass seine derzeitige Strategie nur von kurzer Dauer sein kann. Es kann die tatsächlich vorhandene Krise nicht mehr lange verleugnen. Um den Versuch zu machen, ein wenig von der Kontrolle wieder zu erlangen, die ihnen mehr und mehr entgleitet, erzwingen die Behörden noch mehr Maßregeln gegen die Öffentlichkeit.

Die Bevölkerung des Iran protestiert mittlerweile fast ein Jahr lang. Die Unruhe im Inland erzeugt eine sehr heikle Lage, weil jederzeit noch explosivere Proteste ausbrechen können.  Die Menschen prangern das Regime an wegen der ausgedehnten Betrügereien und wegen des Missmanagements der Reichtümer des Landes. Statt jedoch Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation zu verbessern, reagiert es auf die einzige Art, mit der es sich auskennt – mit weiterer Unterdrückung und Gewalt. Mehrere Personen wurden für finanzielle Verbrechen hingerichtet, aber das ist nicht etwas, das das Leben der Menschen unmittelbar verbessert und wird sicherlich nicht all die Schäden wieder gutmachen, die schon angerichtet wurden.

Es wird erwartet, dass die Inflation in dem Land um 40 Prozent steigt. Die Rate der Arbeitslosigkeit soll in den nächsten 12 Monaten ebenfalls beträchtlich zunehmen. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das BSP des Iran um 2,5 Prozent sinken und im Verlauf des kommenden Jahres wird die Abnahme noch schlimmer sein und 3,6 Prozent erreichen. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass es sich um Schätzungen handelt, die auf den offiziellen Zahlen der Regierung basieren. Selbst wenn man annimmt, dass die offiziellen Zahlen genau sind, sind die Schätzungen dennoch nicht realistisch.

Der wirtschaftliche Druck auf den Iran durch die Trump Administration hat bisher die beabsichtigte Wirkung gehabt. Langfristig ist wichtig, dass der Druck aufrecht erhalten wird und dass kein Spielraum mehr gelassen wird.