Der iranische Pfarrer Farshid Fathi muss in diesem Jahr sein viertes Weihnachtsfest hinter Gittern verbringen, nachdem er angeklagt wurde für ein ‚Handeln gegen die nationale Sicherheit‘,
weil er im Untergrund ein Netz von evangelikalen Hauskirchen geleitet hat.
Der 35 jährige Kleriker wird im Rajai Shahr Gefängnis nahe Teheran festgehalten, wo er eine Zelle mit hartgesottenen Kriminellen teilt, schreibt der in London ansässige Stratege für Öffentlichkeitsarbeit Miles Windsor.
Herr Windsor arbeitet für Christen, die im Mittleren Osten verfolgt werden. Bei ihm heißt es: „Dies wird das vierte Weihnachtsfest von Pfarrer Farshid Fathi im iranischen Gefängnis sein, dennoch beeindrucken und ermutigen weiterhin seine Tapferkeit, sein Glaube und sein unbezähmbarer Geist.
Pastor Fathis ist mit 17 zum Christentum übergetreten. Wie der Pfarrer bald lernen musste, ist der Iran ein sehr gefährlicher Ort, um Christus zu verehren.
Das Teheraner Regime rühmt sich gerne für die Behandlung iranischer Muslime wie Pfarrer Fathi, die es gewagt haben, zum Christentum überzutreten. Bibeln in persischer Sprache sind in dem Land verboten und der Abfall wird nach dem Gesetz der Scharia, die den Kern des iranischen Strafgesetzbuches bildet, mit dem Tode bestraft.
Um jedoch die nackte Verfolgung christlicher Konvertiten zu verschleiern, bringt das Regime in Teheran sie gewöhnlich wegen Anklagen im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit oder unter dem Vorwand der Spionage für auswärtige Mächte ins Gefängnis.
Genau dies ist mit Pfarrer Fathi passiert. Im Dezember 2010 wurde der Vater zweier Kinder festgenommen und willkürlich in Teherans albtraumhaftes Evin Gefängnis gebracht. Sein ‚Verbrechen‘ bestand darin, als Führer eines Netzwerkes evangelikaler Hauskirchen gearbeitet zu haben.
Nach dem Intervall von einem Jahr, in dem er Monate in Einzelhaft verbrachte und psychischer Misshandlung ausgesetzt war, wurde er von einem Revolutionsgericht für das ‚Handeln gegen die nationale Sicherheit‘ verurteilt und erhielt sechs Jahre Gefängnis“.
Im April war Pastor Fathi einer von mehreren Gefangenen, die bei einem Angriff von Sicherheitskräften auf die Abteilung 350 von Evin geschlagen wurden, schreibt Herr Windsor.
Er ergänzt: „Sein Recht auf den Besuch von Angehörigen, das durch Irans eigene Gesetzen garantiert wird, wird regelmäßig nicht beachtet. Es ist ihm nicht erlaubt, christliche Hymnen zu singen und seine Bibel wurde von der Gefängnisverwaltung beschlagnahmt.
In den allerletzten Jahren habe ich mich für Pastor Fathi und andere iranische Christen in Westminster und vor Vertretern des Regimes eingesetzt. Obwohl sein Fall mich zornig macht und zum Handeln aufruft, bin ich noch öfter von seiner Tapferkeit, seinem Glauben und seinem unbezähmbaren Geist, die sich in seinen Briefen an Unterstützer widerspiegeln, beeindruckt und werde davon ermutigt.
Sein neuester Brief enthält eine mächtige Botschaft zu Weihnachten: ‚Obwohl die Schönheit von Weihnachten oder die Symbole für Weihnachten in diesem Gefängnis nicht gefunden werden, kann ich mit den Ohren des Glaubens die ewige und schöne Wahrheit hören: ‚Die Jungfrau wird einen Sohn empfangen und gebären und sie werden ihn Immanuel nennen‘ “.
„Unterschrieben ist er mit „Euer gefangener Bruder, der in Christo frei ist“.
