Wednesday, November 30, 2022
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In fünf größeren Städten des Iran wird gegen die Vorenthaltung der Löhne protestiert

. …Montag, den 16. Januar 2017, 18. 37 Uhr

NWRI – Am vorigen Wochenende brachen in größeren Städten des Iran Proteste aus. Es wurde gegen die Vorenthaltung von Löhnen, das Abschalten der Wasserleitung und die mangelnde Beschulung der Kinder demonstriert.

Sonntag, den 15. Januar

Arak – Zentraliran

Arbeiter der „Hepco Co.“ demonstrierten gegen die fünf Monate andauernde Vorenthaltung der Löhne und forderten deren Zahlung sowie die von Sondervergütungen.

Es war der sechste Tag ihres Protests.

Sari – im Nordwesten des Iran

Vor dem Amt des Bildungsministeriums versammelten sich Kindergärtnerinnen und forderten ihre offizielle Einstellung.

Es war nicht ihr erster Protest – es wird nicht ihr letzter sein.

Maybod – Provinz Yazd in Zentraliran

Arbeiter der Keramikfabrik „Ehsan“ demonstrierten gegen die Vorenthaltung der Löhne; sie versammelten sich vor dem Amt des Gouverneurs von Yazd

Es war ihr zweiter Streik. Der erste war vor einigen Monaten gewesen – ein Sit-in in der Fabrik.

Sefid-dash-Char, Provinz Mahal & Bakhtiari, West-Iran

Stahlarbeiter der Fabrik „Energy-Gostar“ demonstrierten gegen die ungerechte Entlassung vieler Kollegen und zwei Monate Arbeit ohne Lohn.

Ein Sprecher der Arbeiter sagte: „Die Ausrede der Firma lautet, sie habe keinen Rohstoff erhalten und müsse daher eine Reihe von Arbeitern entlassen. Das ist ungerecht, denn auch die vorigen Löhne sind nicht ausbezahlt worden.“

Es war der zweite Tag ihres Protests.

Tabriz, im Nordwesten des Iran

Eltern von Grundschulkindern, die schon zwei Monate lang keinen Lehrer haben, protestieren gegen Mangel an Ersatz.

Die Kinder gingen schon zwei Monate lang in die Klassenräume, ohne daß ein Lehrer erschienen wäre. Denn der bisherige Lehrer hat einen Unfall erlitten und ist arbeitsunfähig geworden.

Die Schule weigert sich, einen Vertreter anzustellen. Sie sagte den Eltern, sie möchten warten, bis der eigentliche Lehrer wieder gesund sei.

Samstag, den 14. Januar

Maybod, Provinz Yazd in Zentraliran

Es versammelten sich Straßenhändler, um dagegen zu protestieren, daß Beamte der Stadt unmäßig hohe Steuern fordern. Sie sagen, die 125 000 Nachtgebühr, die die Beamten forderten, gingen nicht an die Regierung, sondern direkt in deren Hosentaschen.

Orumiah, Nordiran

Bewohner der Vorstadt „Shahed“ kamen zusammen, um gegen die mangelhafte Versorgung mit Grundbedarf wie Wasser, Gas und Strom in ihrer Nachbarschaft zu demonstrieren, ebenso gegen den Mangel an Schulen und Drogerien.

Kangavar, Provinz Kermanshah, West-Iran

Rathaus-Angestellte kamen vor dem Amtsgebäude des Gouverneurs zusammen, um dagegen zu demonstrieren, daß sie seit 3 ½ Monaten keinen Lohn bekommen hatten. Sie forderten Respekt vor den Rechten der Arbeiter.

Sie sagten, das Schweigen der Regierung habe in ihnen Angst um ihre Anstellung hervorgerufen.