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Insassen haben mit einem Massenhungerstreik begonnen

Sample ImageAufruf zur Solidarität mit Häftlingen im Block 1 des Gohardasht Gefängnisses in Karaj

NWRI – Am Donnerstag, dem 10. Juni traten die Gefangenen im Block 1 des Gohardasht Gefängnisses in Karaj aus Protest gegen die ständigen Übergriffe der Wärter, ihre intensiven Folterungen, die abgeschnittene Verbindung mit der Außenwelt und die Streichung von Besuchen am Samstag gemeinsam in einen Hungerstreik.

Einige der Häftlinge sollten durch heftige Schläge zur Aufgabe gezwungen werden und wurden dabei teilweise schwer verletzt. Um zu verhindern, dass die Nachricht von dieser Brutalität die Gefängnismauern verlässt, wurde die Verletzten noch nicht einmal eine Untersuchung in der Gefängnisklinik gewährt. Aus dem gleichen Grund dürfen sie auch keinen Besuch empfangen und Verbindungen zur Außenwelt haben. Es kam zu wiederholten brutalen Angriffen der Wachen auf die Häftlinge, nachdem zwei Dokumentarfilme ausgestrahlt worden waren, die die schrecklichen Bedingungen im abscheulichen, ‚Hundehütte’ genannten Block zeigten. Sie versuchen herauszufinden, wer diese schockierenden Bilder gedreht hat. Eine Zahl von Häftlingen wurde in Einzelzellen verlegt und grausam gefoltert.

In den beiden Dokumentarstreifen, decken zwei Gefangene auf, dass die Folterer insbesondere junge Häftlinge wegen ihres Protests gegen den Druck und die unerträglichen Bedingungen im Gefängnis in Einzelzellen in der so genannten ‚Hundehütte’ verlegen.

Zu dem systematischen Foltern und den schrecklichen Bedingungen, unter denen die Insassen zu leiden haben, gehören: Arme und Beine von Gefangenen brechen, ausführliche Folter und danach Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe mit Stöcken. Auf schwer verwundete Insassen, wird auch dann keine Rücksicht genommen, wenn die Wunden bereits infiziert sind und Lebensgefahr besteht.

In die Zellen wird Pfeffer- und Tränengas gesprüht, die Gesichter der Häftlinge werden mit Schaum aus dem Feuerlöscher eingesprüht.

Gefangene werden ermordet und dann behauptet, sie hätten Selbstmord begangen oder wären an einer Überdosis von Narkotika gestorben,
Andere Foltermethoden, die in dem grausamen ‚Hundehütten’-Block systematisch eingesetzt werden, sind das wochenlange Vorenthalten von hygienisch und medizinisch notwendigen Dienstleistungen.

Gefangene werden ausgezogen und sie werden nackt und ohne Decke in den Zellen zurückgelassen. Zur gleichen Zeit wird der Zementfußboden der Zelle durchnässt und sie erhalten nur soviel Nahrung, wie sie unbedingt zum Überleben brauchen. Die Gefangenen werden mit Stöcken geschlagen und sie werden täglich beleidigt und erniedrigt.

Der iranische Widerstand warnt vor den schlechter werdenden Bedingungen im Block 1 des Gohardasht Gefängnisses, wodurch eine ständige Lebensgefahr für die Gefangenen besteht und appelliert an die internationalen Menschenrechtsorganisationen, vor allem die Hohe Kommissarin der UN für Menschenrechte und die zuständigen UN-Berichterstatter und Körperschaften, diese barbarischen Verbrechen zu verurteilen. Er besteht auch auf der Notwendigkeit, einen UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Iran zu ernennen und eine Untersuchungskommission zu entsenden, die die Schuldigen für solche Verbrechen ermittelt und bestraft.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
11. Juni 2010