Sunday, February 5, 2023
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Iran: Das Regime plant, in der kommenden Woche einen Mann mit Säure blind zu machen

NWRI – Das fundamentalistische Regime plant, in der kommenden Woche einen Mann mit Säure vollständig blind zu machen als eine Form der Bestrafung nach dem brutalen Vergeltungsrecht des Mullahs, dies ist Nachrichten aus dem Inneren des Iran zu entnehmen.

Mojtaba Saheli (Sabegi), 31, der schon  zuvor an seinem linken Auge geblendet worden ist, wurde von den Beamten im Gefängnis darüber informiert, dass er in der kommenden Woche auch auf seinem rechten Auge mit Säure geblendet werde. So geschehen im Gefängnis Gohardasht (Rajai-Shahr) in Karaj nordwestlich von Teheran.
Am 3. August 2009 soll er angeblich einen Fahrer in Ghom, südlich von Teheran, mit Säure geblendet haben. Das Gericht des Regimes verurteilte Saheli dazu, dass seine beiden Augen mit Säure geblendet werden sollen, dass er Blutgeld zahlt und  10 Jahre Gefängnis ableistet  entsprechend dem inhumanen Gesetz der Vergeltung  (qisas) de Regimes.
Am 3. März 2015 wurde er im Gohardasht Gefängnis in Anwesenheit des stellvertretenden Staatsanwalts von Teheran Mohammad Shahriari  und Gefängnisbeamten auf einem Auge  geblendet, nachdem das drakonische Urteil vom Obersten Gericht des Regimes bestätigt worden ist. 
Herr Saheli sitzt derzeit im Trakt 2 von Halle 4 des Gohardasht Gefängnisses ein. Es wurde ihm gesagt, er habe Blutgeld zu zahlen, wenn er dem entgehen wolle, dass das neue Urteil der Blendung seines rechten Auges vollstreckt werde.
Dr. Sanabargh Zahedi, Vorsitzender des Rechtsausschusses des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), äußerte dazu: „Das inhumane Gesetz des Vergeltung (qisas) wurde in den letzen 37 Jahren an Iranern vollstreckt. Diese Art der Bestrafung geht auf das Mittelalter zurück und zeigt die reaktionäre Haltung de Regimes der Kleriker. Diese inhumanen Strafen sind klare Verletzungen aller Prinzipien und Normen in der modernen Justiz, der Universalen Erklärung der Menschenrechte und aller zivilen und politischen Abkommen. Solche Strafen bilden unzweifelhaft eine grausame Form der Folter und sollten von jeder Person, die nach Freiheit strebt, verurteilt werden. Die Mitglieder des Iranischen Widerstandes (NWRI) haben seit 1980 das Qisas Gesetz des Regimes als unmenschlich verurteilt“.
„Nach der Logik des Koran und des modernen demokratischen Islam beinhaltet das erste Prinzip, das auf das Strafgesetzbuch anzuwenden ist, Dynamik. Deshalb sollte die islamische Ordnung der Strafen im Kontext der sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen und des wissenschaftlichen Fortschritts interpretiert werden.  Das Regime der Kleriker ist von dieser Logik um Jahrhunderte entfernt. Deshalb ist es klar, dass es in diesem Regime keine Möglichkeit der Reform gibt“, fügte er hinzu.
In einer Erklärung vom 5. März 2015  verurteilte Amnesty International das iranische Regime  wegen der Blendung des linken Auges von Herrn Saheli , die zwei Tage zuvor stattgefunden hatte.
„Jemanden durch vorsätzliche Blendung zu bestrafen, ist eine unaussprechlich grausame und schockierende Handlung“, so die Internationale Iranrechercheurin Raha Bahreini  bei Amnesty International.
„Diese Form der Bestrafung  stellt die ungemeine Brutalität des Justizsystems des Iran bloß und unterstreicht die schockierende Missachtung grundlegender Menschlichkeit in den iranischen Behörden. Grausame und inhumane Vergeltungsstrafen zu erlassen hat nichts mit Justiz zu tun. Das Blenden ist wie das Steinigen, die Amputation und die Auspeitschung  eine Form der körperlichen Strafe, die das Völkerrecht verbietet. Solche Strafen sollten unter keinen Umständen vollstreckt werden“.