Sunday, December 4, 2022
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Iran: Das repressive Handeln des Regimes begünstigt die Ausbreitung des Coronavirus und bringt tausende von Menschen in Gefahr

Frau Rajavi fordert die Weltgemeinschaft dringend auf, Maßnahmen zur Rettung der Häftlinge zu ergreifen

Berichte von Quellen aus verschiedenen Gefängnissen zeigen an, daß das Coronavirus sich im Lande verbreitet und in den Gefängnissen von Groß-Teheran (Fashafouyeh), Evin, Gohardasht, Ghezel-Hesar, Zentral-Karaj, Urmia, Shiban-Ahvaz und Kashan außer Kontrolle geraten ist.

Das repressive Handeln des Regimes, der Mangel an einem Mindestmaß von Hygiene und die überfüllten Gefängnisse beschleunigen die Verbreitung des Virus und setzen das Leben von tausenden von Häftlingen aufs Spiel.

Nach Auskunft von Funktionären des Regimes befinden sich Häftlinge in den Gefängnissen in einem Maß, das ihre Kapazitäten um ein Mehrfaches übertrifft.

Manche Häftlinge schlafen auf den Korridoren der Gefängnissen, direkt neben den Toiletten. Es ist nicht einmal ein Minimum von Maßnahmen ergriffen worden, um die Verbreitung des Virus zu verhindern.

Die Häftlinge verfügen nicht über Schutzmasken und Desinfektionsmittel. In einigen Gefängnissen fehlen sogar Seife und Waschmittel.

In Fashafouyeh sind Dutzende von Häftlingen unter Quarantäne gestellt worden.

Der politische Häftling Amir Hossein Moradi, der sich auf der Liste der Todeskandidaten befindet und im übrigen einer der Demonstranten des Aufstandes im November war, gehört zu den von dem Virus Infizierten.

Er wurde ins Krankenhaus gebracht, kehrte jedoch am nächsten Tag in das Gefängnis zurück und kam darnach an einen unbekannten Ort. Auch im Gefängnis von Shiban-Ahvaz wurden zwei infizierte politische Gefangene unter Quarantäne gestellt; über ihr Schicksal liegen keine Informationen vor.

Im Gefängnis von Urmia ist mindestens ein Häftling an dem Virus gestorben; fünf weitere sind in die medizinischen Zentren gebracht worden. Dutzende von Häftlingen sind in den Gefängnissen von Evin, Ghezel-Hesar und Kashan infiziert worden.

Sie wurden aber nicht unter Quarantäne gestellt, sondern sind bei den anderen Häftlingen geblieben.

Am 27. Februar 2020 berichtete die staatliche Nachrichtenagentur ISNA: „Mit Rücksicht … auf die Besorgnisse über die Verbreitung des Virus in den Gefängnissen schlug das Komitee zum Umgang mit dem Coronavirus in Teheran der Justiz vor, einige Häftlinge in Teheran in Urlaub zu schicken – nach dessen Bedingungen.“ Darnach engagierte sich Ibrahim Raisi, der Leiter der Justiz, in einer List gegenüber der Öffentlichkeit, indem er eine Weisung erließ, nach der neue Häftlinge nicht aufgenommen werden. Dessen ungeachtet wird die Ankunft neuer Häftlinge fortgesetzt ganz wie zuvor.

 

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Wider-standsrates des Iran (NWRI), äußerte sich alarmiert über die Ausbreitung des Coronavirus in den iranischen Gefängnissen und forderte den Generalsekretär der Vereinten Nationen, deren Hohen Kommissar für die Menschenrechte, den Menschenrechtsrat und andere internationale Menschenrechtsorganisationen dringend auf, Maßnahmen zu ergreifen, um den Häftlingen das Leben zu retten und eine große humanitäre Katastrophe zu verhindern.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)

den 2. März 2020