Monday, February 6, 2023
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Iran hat Kofi Annan’s Besuch zur Rechtfertigung seiner trotzigen Haltung genutzt

Iran took advantage of Kofi Annan’s visit to justify its defiant attitudeNWRI – Radio IDFM, ein französischer Sender aus der Pariser Region, gab einen Rückblick über den Atomstreit im Iran und den jüngsten Besuch Kofi Annans in der iranischen Hauptstadt. Das folgende Interview mit einem Mitglied des iranischen Widerstandes wurde ausgestrahlt:
Radio IDFM: "Helen Fathpour, sie sind Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Nationalen Widerstandsrates und können deshalb gut über die Situation im Iran reden. Können Sie eine erste Analyse dessen abgeben, was während des Treffens Kofi Annans mit dem iranischen Präsidenten geschah?"

HF: "Alle Zeitungen berichteten, dass es ein Fehler war, und fanden ihre Überschriften zu dem Thema. Wir müssen daran erinnern, dass wir aus zwei Gründen dorthin gegangen sind: einer war die Nuklearkrise und der andere die Krise im Libanon. Das iranische Regime hatte bereits vor seiner Ankunft in Teheran seine Weigerung bekannt gegeben, die Urananreicherung zu stoppen. Dennoch benutzte Teheran den Besuch Kofi Annans, um seine trotzige Haltung zu rechtfertigen und sein Programm fortzuführen. Die Meinung des Widerstandes und des iranischen Volkes dazu ist, dass schnell eine feste Linie durchgesetzt werden muss, sowohl bei den Sanktionen, um den Druck im Iran zu lockern und Aufständen gegen die Diktatur Raum zu geben. Es ist klar, dass diese Krise nur durch einen demokratischen Wandel im Iran gelöst werden kann, als auch durch den Beistand der vom Nationalen Widerstand gewählten Präsidentin, Maryam Rajavi."

Radio IDFM: "Welche Haltung beziehen Sie zu dem Streben Irans nach der Atombombe?"

HF: "Sowohl der Widerstand als auch das iranische Volk sind im Grunde ihres Herzens gegen die Atombombe, besonders in den Händen der Mullahs. Sie müssen unzweifelhaft wissen, dass die nuklearen Machenschaften dieses Regimes jetzt überprüft werden. Das ist durch die Enthüllungen des Widerstandes seit 2002 möglich geworden. Das Regime will Krieg. Es hat der internationalen Gemeinschaft seine trotzige Haltung gezeigt. Das haben wir sehr gut im Libanon, im Irak und dem Rest des Mittleren Ostens und mit den offenen Angriffen gegen den israelischen Staat miterlebt. Außerdem ist es ein Regime, dass die Bombe auch benutzen wird, sobald sie in seiner Hand ist. Sie müssen wissen, dass sie die Bombe als erstes gegen seine arabischen Nachbarn einsetzen wird. Es ist für die fundamentalistische Diktatur zu einem Ideal geworden, ein globales islamisches Reich zu errichten. Außerdem ist es ein wirkliche Gefahr und es ist die Aufgabe des Widerstandes, diese Bedrohung anzuprangern. Es steht auch gegen das Wohl der iranischen Nation und deshalb gehen viele ein hohes Risiko ein, um den Widerstand mit geheimen Informationen zu versorgen, damit die internationale Gemeinschaft gewarnt wird.

Radio IDFM: "wollen Sie uns Angst einjagen, wenn Sie sagen, dass dieses Regime die Bombe auch sofort benutzen würde, wenn sie sie haben?"

HF: Wir sollten uns wirklich nicht der Selbsttäuschung hingeben. Da trügt uns die Gefahr. Dieses fundamentalistische Regime ist extrem gewalttätig und aggressiv. Die internationale Gemeinschaft muss sich dessen bewusst sein; sie hat ihre Augen während der Ereignisse im Libanon ein bisschen geöffnet. Aund weil wir diese Bedrohung sehr ernst nehmen, fordern wir sofortige Sanktionen. Dieses Regime reagiert nur auf die Sprache der Strenge. Und die Verhandlungen, die seit drei Jahren geführt werden, bringen keinerlei Ergebnis, sondern ermutigen es nur seine nuklearen Machenschaften im Iran weiter zu betreiben und weiter seine trotzige Haltung beizubehalten und dem Sicherheitsrat und der internationalen Gemeinschaft gegenüber Nein zu sagen."

Radio: Antoine Sfeir, eine anerkannte Expertin, stellt fest, dass der Präsident im Iran, der sich selbst mit unerträglichen Statements darstellt, keine Macht im Iran hat. Können Sie uns erklären, worin die institutionelle Macht dises Präsidenten genau besteht?"

HF: "Es entspricht der Wahrheit. Der iranische Präsident hat keine "Macht". Der Iran ist eine religiöse Diktatur. Nur der Höchste Führer, Ali Khamenei, hat das ganze Land in seiner Gewalt. Aber dieser Präsident kam – er wurde nicht gewählt, weil keine oppositionelle Gruppe an den Wahlen teilnehmen konnte – und wurde ernannt, damit diese extrem aggressive Politik durchgesetzt werden konnte. Mit der Machtübergabe an Ahmadinejad hat das iranische Regime dem iranischen Volk und der internationalen Gemeinschaft den Krieg erklärt.