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IRAN: In Shiraz wurden sieben Häftlinge erhängt

Donnerstag, den 14. Mai 2015, 22. 26 Uhr

In einem Gefängnis der im Süden gelegenen Stadt Shiraz haben die Henker des iranischen Regimes am Sonntag und Dienstag sieben Häftlinge heimlich erhängt. Die Hinrichtungen fanden im Adelabad-Gefängnis in Shiraz in einer Gruppe von drei und einer zweiten von vier Häftlingen statt. Die Identität eines von ihnen ist bekannt; keine Quelle,

kein Mitarbeiter des iranischen Regimes hat die Hinrichtungen bekannt gegeben. 

In den vergangenen Tagen wurden Hinrichtungen in einer Reihe von Städten durchgeführt, darunter in Qazvin, wo ein Mann, sowie im Zentralgefängnis von Mashhad, wo ein Jugendlicher hingerichtet wurde. Außerdem wurden am 6. Mai sechs Insassen im Gefängnis von Orumiyeh erhängt. 

Um dem zunehmenden Protest des iranischen Volkes zu begegnen, hat sich das iranische Regime auf Hinrichtungen unter erdichteten Vorwänden verlegt, um Furcht und Schrecken zu verbreiten. 

Unter der Herrschaft der Mullahs führt der Iran die Weltrangliste der Hinrichtungen an. 

In vielen Fällen wurden die Hinrichtungen von offiziellen Stellen nicht bekannt gegeben; die Namen der Opfer wurden der Öffentlichkeit nicht enthüllt.

Seit Hassan Rouhani das Amt des Präsidenten bekleidet, hat die Zahl der Hinrichtungen kontinuierlich zugenommen; internationale Organisationen haben die Zunahme verurteilt. 

Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen verurteilten die Zunahme der Hinrichtungen im Iran; über die Mehrheit von ihnen wird nicht berichtet. 

In der vorigen Woche verurteilten Dr. Ahmed Shaheed, der Besondere Berichterstatter der Vereinten Nationen zur Lage der Menschenrechte im Iran, und Christof Heyns, der Besondere Berichterstatter der Vereinten Nationen über willkürliche Hinrichtungen, die drastische Zunahme der Hinrichtungen in den letzten Wochen.

„Wenn die iranische Regierung sich sogar weigert, das volle Ausmaß der Hinrichtungen anzuerkennen, so legt sie eine kaltschnäuzige Mißachtung der menschlichen Würde und der internationalen Menschenrechte an den Tag,“ betonte Herr Shaheed. 

„Wir sind durch die Zunahme der Hinrichtungen tief beunruhigt, die sich trotz ernsthafter Infragestellung der Fairness der Verfahren ereignet hat,“ stellte Herr Heyns fest.