Saturday, December 10, 2022
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Iran: Justizvorsitzender der Mullahs bestätigt Todesurteil für einen Minderjährigen

iran_hangings_150NWRI – Mahmoud Hashemi Shahroudi, Justizvorsitzender der Mullahs bestätigte ein Todesurteil für einen Jugendlichen, berichtete die staatliche Tageszeitung Etemaad am Sonntag. Der Teenager, bloß als Rahim bekannt, beging angeblich ein Verbrechen als er 15 war.

In seiner letzten Verhandlung hielt Rahim seine Aussage aufrecht, dass er unschuldig sei und nur aus Notwehr in einer Schlägerei handelte.

Das UN Hochkommissariat für Menschenrechte (UNHCHR) hatte bereits in diesem Monat seine große Besorgnis über die Verletzung der Menschenrechte im Iran ausgedrückt. Der UN Menschenrechtsbeauftragte Rupert Colville sagte Reportern gegenüber: “Am 27. Juli z.B., wurde berichtet, haben 29 Hinrichtungen stattgefunden. Einen Monat später am 28. August wurden weitere fünf Menschen, darunter eine Frau, hingerichtet, so Berichte. Insgesamt mehr als 220 Menschen, inklusive sechs Jugendlichen wurden vermutlich bereits in diesem Jahr im Iran hingerichtet.”

“Irans rechtliche Verpflichtung, nicht die Todesstrafe gegen Jugendliche zu verhängen, wurde freiwillig angenommen, als es das internationale Abkommen zu Zivil- und politischen Rechten, sowie das Abkommen zu den Rechten des Kindes ratifizierte. Beide Abkommen verbieten die Todesstrafe für Verbrechen, die von Menschen im Alter unter 18 Jahren begangen wurden,” fügte Colville hinzu.

Internationales Entsetzen über die Welle der Hinrichtungen spitzte sich im August zu, als das Regime zwei Teenager hinrichtete, deren angebliche Verbrechen sie begangen haben, als sie unter 16 waren. Am 10. September berichtete der Etemaad, dass der Oberste Gerichtshof der Mullahs die Todesstrafe für einen weiteren 17-jährigen Jungen bestätigte, wegen einem begangenen Verbrechen im Alter von 14. Rechtsgruppen zufolge warten circa 140 Minderjährige im Iran auf die Todesstrafe.