Wednesday, November 30, 2022
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Iran-Kurznachrichten – 23. April 2018

Frau in Täbris mit Säure angegriffen

Laut örtlicher Berichte wurde gestern eine 37 Jahre alte Frau in Täbris (Norwestiran) am Fahmideh Platz mit Säure angegriffen. Der Angreifer konnte bisher nicht identifiziert werden. Er schüttete Säure auf ihr Gesicht und ihre Beine. Bereits in den letzten Jahren hatten Mitglieder der Bassidsch und anderer paramilitärischer Gruppen ähnliche Angriffe gegen junge Frauen in verschiedenen iranischen Städten verübt.

Streik in Baneh geht weiter, Bürger schließen sich den Protesten an

Am 23. April ging in den verschiedenen Städten der westlichen Grenzregionen der Streik wegen steigender Restriktionen auf Importe weiter. In Banah (Kurdistan), welches zu den ersten streikenden Städten zählte, ließen Shopbesitzer und Händler weiterhin ihre Geschäfte geschlossen. Aus Angst vor steigenden Spannungen und den Ausbruch massiver Proteste versuchte das iranische Regime, die Händler einzuschüchtern und Angst zu verbreiten, damit sie ihre Geschäfte wieder öffnen. Am Montag schlossen sich viele Bürger dem Protestmarsch der Händler zum Büro des Gouverneurs der Stadt an.

Arbeiter der Stahlfirma von Qazvin (Foolad) protestieren gegen Entlassung von Kollegen in Takestan (Iran)

Am Sonntag, dem 22. April, trafen sich mehr als 200 Arbeiter der Stahlfirma Foolad in Qazvin vor dem Rathaus von Takestan in der Provinz Qazvin, um dort gegen die Entlassung von Kollegen zu protestieren. Einer der Stahlarbeiter von Qazvin sagte:“ Gestern morgen lehnten es die Fabrikmanager ab, die Lohnzahlungen von mindestens drei Monaten auszuzahlen, weil nicht genug Geld vorhanden ist. Zudem wurden 100 Kollegen entlassen.

Arbeiter im Ruhestand fordern Zahlung ihrer Pensionen ein

Am 22. April traf sich eine Gruppe von Arbeitern der westiranischen Alborz Kohlemine aus der Gilan Provinz vor dem Gebäude der Organisation für die Entwicklung und Verbesserung der iranischen Minen und Minenindustrie (IMIDRO) in Teheran. Weitere Arbeiter im Ruhestand trafen sich ebenfalls gestern vor dem Unternehmen für die Produktion und Versorgung mit iranischen Mineralien  (IMPASCO). Sie forderten, dass die Leitung des Unternehmens ihre Pensionen auszahlt.

Vertreter des iranischen Regimes gibt Verbot von Kryptowährungen bekannt

Eine iranische Zeitung schrieb, dass die iranische Zentralbank offiziell die Nutzung von Krytowährungen bei finanziellen Transaktionen verboten hat, damit „Geldwäsche und die Finanzierung von Terrorismus“ unterbunden wird. Dieser Zug wird als Teil der Bemühungen Teherans angesehen, den Währungsmarkt zu stabilisieren, nachdem der Rial Anfang des Monat ein Allzeit – Tief erreicht hatte. Die Zeitung Donya-e Eqtesad schrieb dazu am Montag, dass das Verbot „alle Finanzzentren im Land betrifft“. Dazu gehören alle Banken, Finanzinstitute und Geldwechselshops.

Parlamentarier aus Teheran macht Geheimdienstarm der Revolutionsgarden für Menschenrechtsverstöße verantwortlich

Ein Parlamentarier aus Teheran kritisierte im Parlament den Geheimdienstarm der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) und beschuldigte ihn, Menschenrechtsverletzungen zu begehen. In einem offenen Brief rief der Parlamentarier Mahmoud Sadeghi (Reformer) den Direktor der IRGC und den Kleriker Hossein Ta’ib auf, „ihren Stil der Leitung zu überdenken“. Er betonte, dass seine Unterabteilung rechtliche Standards ignoriert und die legitmien und gesetzlichen Rechte von Gefangenen mißachtet.