Monday, November 28, 2022
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Iran-Kurznachrichten – 23. Mai 2018

Protestversammlung ausgeplünderter Anleger des Caspian Finanzinstitutes

Am 22. Mai 2018 trafen sich die ausgeplünderten Anleger des Caspian Finanzinstitutes (zu den Revolutionsgarden gehörend), um gegen die Veruntreuung ihrer Anlagen durch das Institut zu protestieren. Sie riefen:“ Wir werden sterben, aber wir werden unser Geld zurück bekommen“ und „Gebt uns unser Geld zurück, ihr Diebe“ sowie „Diese kaputte Regierung plündert unser Geld“.

Ausgeplünderte Anleger des Adineh Gewerbekomplex protestieren in Rasht

Am 22. Mai 2018 trafen sich die ausgeplünderten Anleger und Investoren des Adineh Gewerbekomplex in Rasht, um gegen die Ausplünderung ihrer Anlagen zu protestieren. Die Demonstranten verbrannten eine von Hand gefertigte Statue von Seif (Leiter der iranischen Zentralbank) nieder und sie riefen dabei „Tod für Seif“ und „Tod den Dieben“.

BP stoppt nach US Sanktionen gegen den Iran seine Arbeiten am Nordsee Gasfeld

BP stoppte die Arbeiten an einem Gasfeld in der Nordsee, nachdem die USA Sanktionen gegen den Iran nach dem Rückzug von Donald Trump aus dem Iran – Atomdeal erhoben hatten. BP hält 50% des Rhum Gasfeldes, während die iranische Ölfirma (IOC) die anderen 50% besitzt. Das Unternehmen sagte:“ BP hat sich entschieden, die Arbeiten am Gasfeld in der Nordsee zu beenden, weil wir im Moment keine Klarheit haben, wie es mit dem Feld weiter geht, nachdem die US Regierung diese Entscheidung bezüglich des Iran getroffen hat.

Polen wendet sich von EU in Bezug auf den Iran – Deal ab und geht an die Seite der USA

Die polnische Führung plant, die Entscheidung der US Regierung vom Rückzug aus dem Atomdeal zu unterstützen und sich gegen die EU auszusprechen. Dafür gab es scharfe Kritik. Regierungschef Mateusz Morawiecki sagte am Dienstag, dass Polen „ein informelles Bindeglied“ zwischen den EU Staaten und den USA bleiben will.

Iranische Lastwagenfahrer streiken in mehr als 70 Städten in 24 Provinzen

Lastwagen- und Schwerlastwagenfahrer streiken in mehr als 70 Städten und 24 Provinzen gegen ihre sich verschlechternden Bedingungen, gegen niedrige Entlohnung und hohe Kosten im Bereich der Logistik und bei den Krediten. Sie gingen am 22. Mai in den Streik und lehnten jede Beförderung ab. Sie gaben bekannt, dass der Streik so lange weiter gehen wird, bis ihre Forderungen erfüllt sind. Der Streik hat sich auf mehrere Städte und Provinzen ausgeweitet. 

Keine Beweise für Spionagetätigkeiten der inhaftierten iranischen Umweltaktivisten

Ein Gremium des iranischen Regimes hat fest gestellt, dass es keine Beweise dafür gibt, dass die Umweltaktivisten, die in den letzten Monaten fest genommen wurden, Spionageaktivitäten ausgeführt haben. Das sagte der Leiter für Umwelt im Iran. Isa Kalantari, der Leiter der iranischen Abteilung für Umwelt, wurde am 22. Mai in den Medien mit den Worten zitiert, dass ein Untersuchungsausschuß die Anschuldigungen gegen die Aktivisten beleuchtet hatte.

USA verschärfen Sanktionen gegen Raketenlieferungen an die Huthis im Jemen

Die Trump Administration verabschiedete neue Sanktionen gegen fünf Vertreter des Iran, die für die Lieferung von Langstreckenraketen an die Huthis verantwortlich sind. Diese Raketen wurden auf Saudi – Arabien abgefeuert. Die Aktionen der USA vom Dienstag sind Teil einer größerer Strategie des Weißen Hauses zur Isolation des Iran und zum Stopp der Unterstützung Teherans für Söldnergruppen, welche in Konflikten im Mittleren Osten beteiligt sind.