Sunday, December 4, 2022
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Iran: Lehrerproteste in Teheran, Ahvaz, Isfahan, Kermanshah und Täbriz

Vertragsmäßig angestellte Lehrer haben am Sonntag und Montag, 4.-5. August, vor dem Gebäude des Bildungsministeriums in Teheran Proteste abgehalten, wobei sie sich gegen die Nicht Umsetzung des Gesetzes über ihre Volleinstellung wandten. Sie skandierten: „Ich gehe nicht weg, bevor ich mein Recht bekommen habe“.

Die Protestveranstaltung gegen das Regime am Sonntag enthielt mehr als 1000 Menschen und schloss vertragsmäßig angestellte Lehrer aus dem ganzen Iran ein.
Am Montag dehnte sich ihr Protest von Teheran auf andere Städte aus, darunter Ahvaz, Isfahan, Täbriz und Kermanshah. Aktive Lehrer und solche im Ruhestand haben sich an diesen Kundgebungen beteiligt.
In Ahvaz fand die Protestversammlung am Montag vor dem Gebäude des Bildungsdepartments von Chusistan statt. Die Protestierenden hielten Transparente hoch, auf denen stand: „Wir Iraner haben das harte Leben und die Existenz unter der Armutslinie nicht gewählt. Ihr [das Regime] habt dem iranischen Volk ein elendes und gestresstes Leben auferlegt“. Sie hielten auch Schilder hoch mit Texten wie: „Hebt die Lehrergehälter über die Armutslinie“. „Unsere Nation verlangt ein Ende von Korruption und Unterwürfigkeit“ und „Lehrer im Gefängnis müssen freigelassen werden“.
Ebenfalls am Sonntag dem 4. August versammelte sich vor dem Gebäude des Bildungsdepartments in Ahvaz eine Gruppe von Vorschulerziehern, die sich gegen ihren Anstellungsstatus wehrten. (Die staatliche Nachrichtenagentur ILNA vom 4. August 2019).
In Täbriz protestierten am 5. August Pädagogen im Dienst und in Rente gegen die fehlende Antwort auf ihre Forderungen vor dem Gebäude des Bildungsdepartments. Sie hielten Transparente hoch mit den Aufschriften: „der Platz von Lehrern ist nicht im Gefängnis“ und „Wir wollen eine Erhöhung der Lehrer Gehälter“.
Am gleichen Tag versammelten sich dutzende aktiver und in Rente befindlicher Lehrer vor dem Gebäude des Bildungsdepartments, wobei Ordnungskräfte und Agenten in Zivil die Protestierenden an Zahl übertrafen. Das Regime hatte die Absicht, um jeden Preis eine Ausbreitung des Protests und einen Anschluss von mehr Menschen zu verhindern. Niemandem wurde erlaubt, Fotos oder Videos vom Protest zu machen. Polizeioffiziere des Regimes stießen die protestierenden Frauen und verhafteten alle, die ihre Handys in der Hand hielten. Die Agenten griffen jeden an, der versuchte, Slogans zu rufen. Sie hinderten die Protestierenden daran.
Einer der Protestierenden erzählte: „Sobald wir unsere Protesttransparente unter den Demonstranten verteilten, eilten Agenten herbei und versuchten, die Kundgebung zu beenden. Sie mischten sich unter die Menge“.
Am gleichen Tag versammelte sich eine Gruppe von Pädagogen in Kermanshah vor dem Gebäude des Bildungsdepartments der Provinz. Auch sie riefen „Lehrer müssen aus dem Gefängnis freigelassen werden“ und „Keine Nation hat so viel Unrecht erlebt“.
Am Montag, dem 5. August protestierten die betrogenen Kunden des Caspian Kreditinstituts vor dem Gebäude der Justiz in Teheran.
Ebenfalls an diesem Tag begannen die betrogenen Käufer des Pars Khodro Unternehmens einen Protest vor dem Gebäude des Strafgerichts in Teheran. (Die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim am 5. August 2019)