NWRI – Die politische Gefangene Maryam Akbari Monfared befindet sich in der Frauenabteilung des Evin-Gefängnisses in Teheran. Ihr wurde medizinische Hilfe und die Verlegung in ein Krankenhaus verwehrt, obwohl sie schwer krank ist und dringend medizinische Hilfe braucht. Ansonsten wird sich ihr Zustand verschlechtern.
Laut Berichten hat Maryam Akbari starke Schmerzen in den Kniegelenken und Füßen und obwohl die Verantwortlichen des Gefängnisses über ihren Zustand Bescheid wissen, lehnten sie es ab, sie in ein medizinisches Zentrum zur Behandlung zu bringen.
Bezüglich ihres Gesundheitszustandes sagte ein enges Familienmitglied:“ Maryam hatte in dieser Woche bei einem Treffen mit der Familie über schwere Knieprobleme geklagt. Die Schmerzen sind so stark, dass sie nachts nicht schlafen kann. Doch die Gefängnisleitung interessiert das nicht und hat ihr weder Medikamente noch eine medizinische Behandlung zukommen lassen.“
Der Angehörige bestätigte auch, dass Maryam Akbari Monfared bis von zwei Monaten noch reguläre Arztbesuche in Begleitung von Sicherheitskräften außerhalb des Gefängnisses absolvieren konnte, damit ihr schweres Rheuma in den Hüften, Knien und anderen Gelenken behandelt werden konnte. Nachdem sie eine offizielle Anfrage über den Verbleib ihrer Brüder und Schwestern nach dem Massaker 1988 an politischen Gefangenen gestellt hatte, hat das Büro des Staatsanwaltes als Akt der „Vergeltung“ ihre medizinische Behandlung eingestellt. Die Maßnahme sei, laut Aussagen der Wärter, direkt vom Teheraner Staatsanwalt gekommen.
Amnesty International hatte bereits kürzlich in einer Erklärung auf die schlechten Haftbedingungen der politischen Gefangenen Maryam Akbari Monfared im Evin Gefängnis hingewiesen und gegen die Weigerung ihrer medizinischen Behandlung protestiert.
