Thursday, February 2, 2023
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Iran muss für Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Rechenschaft gezogen werden

NWRI – Die größte Bedrohung durch das iranische Regime ist nicht sein illegales ballistisches Raketen- oder Kernwaffenprogramm, sondern die Bedrohung für sein eigenes Volk.

Diese Bedrohung ist wahrlich nicht neu, sie kam mit dem Regime 1979, aber kaum jemanden außerhalb des Iran scheint dies zu interessieren.

Der grausamste einzelne Angriff, den das iranische Regime gegen sein Volk verübte, ist bis heute nicht verfolgt worden. Es ist das Massaker von 1988 an 30.000 politischen Gefangenen, die innerhalb weniger Monate ermordet wurden.

Ajatollah Ruhollah Chomenei gab damals eine Fatwa heraus, welche die Hinrichtung aller iranischen politischen Gefangenen forderte. Das Regime gründete dafür Todeskomitees, die in Schauprozesses   Gefangene mit Augenbinden versehen zum Tode verurteilte.

Die Gerichte verschonten die Gefangenen nur, wenn sie dem „Verbrechen“ der Unterstützung einer politischen Oppositionsgruppe abschworen und dies öffentlich im staatlichen TV mit einem Galgenstrick um den Hals taten. Alle, die nicht ihrer politischen Ideologie abschworen und zustimmten, an der Grenze vom Irak zum Iran als lebendige Minenräumer zu fungieren, wurden hingerichtet.

Nur wenige Gefangene schworen ihrem Glauben ab und so wurde die Mehrheit zum Tode verurteilt, darunter schwangere Frauen und Kinder im Alter von 13 Jahren.

Sara Hassani, eine Expertin für Politik in der New School for Social Research und eine Assistenz Dozentin in politischer Wissenschaft am Brooklyn College schrieb dazu einen Artikel in TownHall. Sie berichtete über den Verlust ihres Onkels Mahmood ‘Masoud’ Hassani, der bei dem Massaker hingerichtet wurde. Er wurde im Juni 1981 verhaftet, als er Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Teheran studierte und weil er dort pro – demokratische Flugblätter nahe seines Campus verteilt hatte.

Er wurde ohne jegliche Begründung verhaftet und seine Familie wusste zwei Monate lang, was mit ihm geschehen ist. Dann teilten die Behörden des Regimes mit, dass er zu 10 Jahren Haft im berüchtigten Evin Gefängnis verurteilt wurde, weil er „gegen die nationale Sicherheit gehandelt“ und „Verderben über die Welt gebracht hat“. Diese Scheinanklagen werden bis heute angewendet, wenn ein Gefangener kein Verbrechen begangen hat.

Als die Fatwa veröffentlicht wurde, lehnte er es ab, sich dem Regime zu unterwerfen und so wurde er zum Tode verurteilt. Es gab keinen fairen Prozeß und er hatte nicht einmal die Möglichkeit, sich von seiner Familie zu verabschieden.

Das iranische Regime ist dafür nie zur Rechenschaft gezogen worden. Viele der damaligen Mitglieder der Todeskomitees sitzen heute an den höchsten Positionen im Iran und sie geben sogar ihre Teilnahme daran zu.

Hassani schreibt dazu:“ Es ist schmerzhaft deutlich geworden, dass die wirtschaftlichen Beziehungen mit der ölreichen Nation wichtiger waren, als in irgendeiner Weise über die Menschenrechtsverletzungen im Iran zu sprechen. Es gibt im Überfluß aktuelle und geschichtliche Beweise, welche allen zuständigen Agenturen vorliegen. Wie sonst sollte man diese Stille erklären, als wenn es nicht eine quid pro quo Vereinbarung gibt?“

Das Regime hat – egal wie hart es dies versucht hat – den Ruf des Volkes nach Gerechtigkeit für die Opfer nie verstummen können. Allein im letzten Jahr gab es die Veröffentlichung eines Bandes von Ajatollah Ali Montazeri, in dem er die Mitglieder der Todeskomitees beschuldigt, dass größte Verbrechen der Geschichte des Regimes verübt zu haben.

Die Menschen im Iran werden weiterhin verhaftet, gefoltert, inhaftiert und hingerichtet, weil sie die Mauer des Schweigens durchbrechen wollen. Die internationale Gemeinschaft muss nun endlich für das iranische Volk agieren, bevor das Regime alle Beweise dieses Verbrechens vernichten kann, so wie sie es zum Beispiel mit den Massengräbern tun, wo die Leichen der Gefangenen verscharrt wurden.