Saturday, December 3, 2022
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Iran: Neue Demonstrationen von Arbeitern und Rentnern

Berichte, die aus dem Iran die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI, Mujahedin-e Khalq oder MEK) erreichten, sprechen von zahlreichen Demonstrationen durch Arbeiter und Rentner während der beiden letzten Wochen in verschiedenen iranischen Städten.

Die Demonstranten verlangten die ihnen lange vorenthaltenen Löhne und protestierten gegen die Mißwirtschaft der Behörden des Regimes sowie gegen die vom ihm betrieben Ausplünderung des Volkes.

Die Arbeiter des Hafenviertels der Stadt Bandar-e Lengeh – im Südwesten des Iran – setzten ihre Demonstration am Sonntag fort; sie hatten lange Zeit weder ihre Löhne noch die Versicherungs-beiträge erhalten. Diese städtischen Angestellten haben in den vergangenen Monaten schon mehrere Demonstrationen veranstaltet, aber die Funktionäre des Regimes haben das Versprechen, den Arbeitern ihre Löhne auszuzahlen, nicht gehalten.

Eine ähnliche Entwicklung: In der Stadt Alvand – Provinz Qazvin – veranstalteten die von der Stadt angestellten Arbeiter eine Protestversammlung. Sie hatten in den vergangenen vier Monaten keine Löhne bekommen.

Die Arbeiter des Wasserwerks der im Südwesten gelegenen Provinz Qazvin veranstalteten eine Demonstration vor dem Haus ihrer Firma. Sie protestierten gegen gegen die unsicheren Arbeitsbedingungen und die geringen Löhne.

Am Sonntag veranstalteten die in der Petrochemie der Firma „Apadana“ – gelegen in der Grafschaft Asaluyeh der Provinz Bushehr – beschäftigten Arbeiter eine Demonstration, da sie seit fünf Monaten keine Löhne mehr erhalten hatten. Eine ähnliche Entwicklung: Die Arbeiter der petrochemischen Fabrik Arvand im Südwesten des Iran setzten am Sonntag ihre Demonstration fort – trotz der vom Regime ausgesprochenen Drohungen und seiner Versuche, sie zu zerstreuen.

Die Rentner der Firma „Fernkommunikation von Shiraz“ in der zentralen Provinz Fars veranstalteten eine Demonstration vor dem Gebäude des Gouverneurs in Shiraz. Sie sagten, sie forderten die verspäteten Renten und Entschädigung für die Verspätung.

In der Stadt Hamadan veranstalteten die Arbeiter der Fabrik „Khosh-Nush“ am Sonntag vor dem Zentralen Arbeitsamt der Provinz Hamadan eine Demonstration. Sie protestierten dagegen, daß die zugesagte Möglichkeit der Früh-Berentung nicht erfüllt worden sei.

Das iranische Regime enthält den Arbeitern monatelang – manchmal jahrelang – ihre Löhne und Versicherungsbeiträge vor, während ihnen zugleich die wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen versagt werden.

Am Sonntag und Sonntag wurde bekannt, daß bei fünf Unfällen – in den Städten Mehriz, Shabestar, Tabriz, Malkan und Kohbanan – zehn Arbeiter wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen ums Leben gekommen bzw. verletzt worden waren. Vier wurden verletzt, sechs weitere, darunter ein Bergmann, wurden bei dem Unfall getötet. Der Iran nimmt in dem Verzeichnis der Arbeitssicherheit den äußerst niedrigen Rang 102 ein. Viele Arbeiter fallen den unsicheren Arbeitsbedingungen zum Opfer; dafür wird niemand zur Rechenschaft gezogen.

Die im iranischen Regime institutionalisierte Korruption und Ausplünderung des nationalen Vermögens, womit es die Politik des Kriegsschürens im Ausland und die Repression im Lande betreibt, hindert es an Maßnahmen, mit denen die Probleme der Menschen gelöst werden könnten.