Saturday, February 4, 2023
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Iran: Noch mehr Druck auf politische Gefangene

Die Henker des Regimes der Kleriker haben am 24. September den 63-jährigen politischen Gefangenen Arjang Davudi in das Zentralgefängnis von Zabul verbannt. Man hat ihm dabei sogar das Mitnehmen persönlichen Eigentums und von Medikamenten untersagt. Arjang Davudi hat verschiedene Krankheiten, darunter ein Herzleiden, Nierenprobleme und Diabetes. Seit Oktober 2003 wurde er von einem Gefängnis ins nächste verlegt.

Er wurde gefoltert und misshandelt. Lange Zeit verbrachte er in Einzelhaft. Jetzt wurde er in Trakt 2 des Gefängnisses von Zabul verlegt, wo normale Gegangene einsitzen.
Der politische Gefangene Ali Moezzi, Vater von zwei Mitgliedern der PMOI, wurde nach zwei Wochen der Ungewissheit und dreimaligem Hin und Her zwischen den Gefängnissen Evin und Gohardasht, zuletzt am 21. September in das Gefängnis von Gohardasht transferiert. Herr Moezzi, 27, der verschiedene Krankheiten wie Krebs, Nierenversagen und schwere Arthritis im Nacken hat, wurde mehrfach von einem Gefängnis ins nächste verbannt und ihm wurden die grundlegendsten Erleichterungen und jegliche medizinische Versorgung verweigert.
Mehdi Farahi Shandiz, politischer Gefangener im Gefängnis in Gohardasht, wurde für drei Wochen in einer Einzelzelle ohne die Möglichkeit, sich mittzuteilen, gehalten. Am 2. September wurde er mit mehreren anderen Gefangenen schwer geschlagen und wiederum in Isolierhaft gebracht.
Auf diese Weise sind Mohammad Mardani, der verbrecherische Chef im Gefängnis von Gohardasht, und der Henker Dariush, sogenannter interner Verwalter des Gefängnisses, der am Galgen den Stuhl unter den Füßen der Gefangenen wegzieht, gewillt, beständig und mit verschiedenen Methoden den Druck auf die Gefangenen zu erhöhen. Dazu gehören auch die Verbote des Besuchs nicht direkter Angehöriger  oder mehrerer Angehöriger zur gleichen Zeit, des Bringens von Büchern ins Gefängnis (es darf ein Buch nur hineingebracht werden, wenn ein anderes herausgebracht wird), ferner die Verbote, dass Angehörige Nahrungsmittel ins Gefängnis mitbringen, dass im Gefängnisladen oder von außerhalb elektrische Geräte beschafft werden können, dass elektrische Geräte repariert werden können… Abgesehen von diesen Schikanen wurden sehr vielen Gefangenen Besuche von Angehörigen für lange Zeit überhaupt untersagt und ebenso Telefongespräche mit Verwandten. Die Gefangenen haben außerdem unter der extrem schlechten Qualität der Lebensmittel, hohen Preisen der Waren im Gefängnisladen bei schlechter Qualität, dem Fehlen von Möglichkeiten zu heizen oder zu kühlen und dem Verschließen aller Fensteröffnungen zu leiden.
Der Iranische Widerstand ruft internationale Menschenrechtsorganisationen und vor allem den Hohen UN Kommissar für Menschenrechte, den Sonderberichterstatter über die Situation der Menschenrechte im Iran und die Berichterstatter über willkürliche Verhaftungen, Folter und das Recht auf Leben auf, sofort etwas in Bezug auf die iranischen Gefangenen, insbesondere die politischen Gefangenen, zu unternehmen.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran
26. September 2016