Tuesday, January 31, 2023
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Iran: Politischer Gefangener auf Weg zum Gericht zusammengeschlagen

NWRI – Laut glaubhaften Berichten wurden der politische Gefangene Mahmoud Naji von Agenten und Gefängniswärtern des Ghoardasht Gefängnisses (Rajaii Shahr) nahe Karaj –westlich von Teheran – auf dem Weg vom Gefängnis zum Gericht zusammengeschlagen.

 

Am Morgen des 17. September hatten Agenten und Gefängniswärter auf Anweisung von Mohammad Mardani, dem Leiters des Gefängnisses, die Arme und Beine von Mahmoud Naji gefesselt und dann schlugen sie ihn zusammen, um ihn zum Transport zum Gericht zu zwingen. Der politische Gefangene ist wegen Stress krank und benötigt einige Zeit im Krankenhaus, um seine schlechte gesundheitliche Verfassung zu verbessern.

Mahmoud Naji sitzt in Zelle 2 im Gohardasht Gefängnis. Er hatte zuvor einen Hungerstreik aus Protest gegen falsche Anschuldigungen und Scheinanklagen durch das Revolutionsgericht und der Strafgerichtskammer abgehalten. Während des Transfers zum Gericht wurde ihm mehrfach von begleitenden Agenten des Geheimdienstes mitgeteilt, dass weder sein schlechter Gesundheitszustand noch seine Krankheit vor Gericht eine Rolle spielen werden.

Zudem wurde der politische Gefangene Afshin Baymani, der zuvor wegen seiner Herzprobleme in ein Herzzentrum gebracht wurde, ohne Behandlung wieder zurück in das Gohardasht Gefängnis gebracht.

Dieser politische Gefangene verbrachte 16 Jahre in Haft, litt dabei an Herzkrankheiten, hohen Blutdruck und Blutdruckschwankungen. Er wurde am 10. September ins Teheraner Herzzentrum gebracht, doch kam bereits am 16. September ohne Behandlung auf Anweisung von Justizvertretern wieder zurück in Einzelhaft, wo es nicht einmal eine Basisversorgung gibt.

Die Ärzte forderten, dass er in einer ruhigen und stressfreien Umgebung bleiben muss. Als Afshin Baymani gegen die Gefängnisbedingungen protestierte, sagten ihm die Gefängniswärter:“ Sie müssen für einen Tag in Einzelhaft bleiben, dass ist eine direkte Anweisung der Gefängnisleitung.“