Saturday, November 26, 2022
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Iran: Protestkundgebung vor dem Parlament des Regimes für die Freilassung des politischen Gefangenen Soheil Arabi

 

Angehörige des NWRI

NWRI – Am Montagmorgen, dem 2. Oktober, wurde vor dem Parlament eine Protestkundgebung abgehalten als Antwort auf einen Appell der Mutter von Soheil Arabi, einem politischen Gefangenen, der im Evin Gefängnis im trockenen Hungerstreik ist.

Die Demonstranten hielten Poster und Plakate hoch und verlangten die Freilassung von Soheil Arabi und diejenige aller politischen Gefangenen und der Gefangenen aus Gewissensgründen und ebenso der bürgerlichen Aktivisten und der für Berufsverbände.

Dr. Mohammad Maleki, der erste Präsident der Teheraner Universität nach der antimonarchischen Revolution,  sandte eine Botschaft zur Unterstützung der Protestversammlung, in der es heißt:

„Unser lieber Freund Soheil Arabi ist seit mehreren Tagen im Hungerstreik, weil seine berechtigten und legitimen Forderungen nicht erfüllt werden, und jeder weiß, dass so ein Hungerstreik sehr gefährlich ist“.

Herr Maleki weiter: „Die unschuldige Mutter dieses Sohnes hat an verschiedene Organisationen appelliert, die für die ganze Sache verantwortlich sind und sie bekam keine Antwort. Da rief sie alle Menschen und studentischen Aktivisten auf, sie vor das Parlament zu begleiten, um einer leidenden Mutter zu helfen,  damit das Leben des Sohnes gerettet wird“.

Er sprang auch Soheils Mutter bei mit den Worten: „Ich bitte auch die Menschen, sich am Montag, dem 2. Oktober vor dem Parlament zu versammeln und laut ihre berechtigten Forderungen  zu stellen“.

Wie gemeldet wird, haben Sicherheitskräfte des iranischen Regimes die Kundgebung schon wenige Minuten nach deren Beginn angegriffen und versucht, die Teilnehmer zu zerstreuen, aber sie stießen auf den Widerstand der Protestierenden.

Die Mutter von Soheil Arabi dankte allen Menschen, die an der Versammlung teilgenommen haben, im Namen ihres Sohnes und sagte, ihre Stimmung habe sich geändert.

Der politische Gefangene Soheil Arabi ist am 3. Oktober im 11. Tag im Hungerstreik.

Es wird auch gemeldet, dass ein Geheimdienstmitarbeiter am 30. September Soheil Arabi bei einem Zusammentreffen aufgefordert habe, seinen Streik zu beenden, weil das für das Regime zweckmäßig sei. Der Beamte besuchte Soheil Arabi in Trakt 7 des Evin Gefängnisses und erklärte ihm, „dass es  das System teuer zu stehen käme“, wenn er im heiligen Monat Muharram sterben würde.