Tuesday, December 6, 2022
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Iran: Studenten befragen Moussavi beharrlich über das Massaker 1988 an politischen Gefangenen

Students grill Moussavi about the 1988 massacre of political prisonersNWRI – Studenten der Universität Babolsar (Nordiran) haben Fragen an den früheren Premiereminister des Iranischen Regimes, Mirhossein Moussavi, bei seinem Besuch der Universität am 4. Mai 2009 bezüglich seiner Beteiligung am Massaker im Jahre 1988 gestellt.

Als Moussavi der Frage auswich, begannen die Studenten mit Rufen wie: „Mirhossein, geb uns eine Antwort für 1988.“ Moussavi war Premiereminister der Mullahs, als Ruhollah Khomeini als oberster geistlicher Führer an der Macht war. Moussavi hat seine Kandidatur bei den kommenden „Präsidentschaftswahlen“ bekundet.

Am Montag fragte einer der Studenten Moussavi über Scheinprozesse, die im Schnellverfahren (im Minutentakt) zur Hinrichtung von tausenden politischen Gefangenen im Jahre 1988 führten. Der Student ergänzte: Zu dieser Zeit waren sie Premiereminister. Sie waren die drittmächtigste Person im Land. Was sagen sie zu ihrem Stillschweigen, als all das passierte? War ihr Schweigen ein Zeichen der Befürwortung? Wir wollen, dass sie endlich eine klare Antwort auf diese Frage geben.

Dennoch lehnte Moussavi eine direkte Beantwortung der Frage ab und als er den Saal verlies, riefen die Studenten: „Mirhossein, gebe uns eine Antwort für 1988.“ Die Studenten riefen auch Slogans gegen andere Politiker des Regimes.

Einige von ihnen waren unter anderem: „Studenten sterben, aber geben niemals auf“, „Mahmoud Ahmadinejad: Die Quelle der Diskriminierung und Korruption“ und „Verhaftete Studenten müssen freigelassen werden.“

Die Studenten der Babolsar Universität trugen auch Plakate auf denen stand: „Verhaftete Studenten müssen freigelassen werden“ und „Pressefreiheit ist unser Grundrecht“
Im Laufe des Massakers 1988., welches ein klares Beispiel für ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist, wurden mehr als 30.000 politische Gefangene, viele von ihnen waren bereits verurteilt, an den Galgen geführt, weil sie die Volksmodjahedin Iran (PMOI/MEK) unterstützten, sich mit ihnen sympathisierten oder Mitglieder von ihnen waren. Sie wurden unter Auslegung eines Religiösen Dekretes (Fatwa), das Ruhollah Khomeini erlassen hatte, gruppenweise hingerichtet.