NWRI – Laya Roshan, eine iranische Dissidentin in Frankreich ist sicher, dass sie den iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad 1982 in der Folterkammer eines Teheraner Gefängnisses gesehen hat. Das berichtete heute die Nachrichtenagentur Reuters.
Am Mittwoch gab sie bekannt, dass sie in Paris Anklage gegen ihn erhebt.
Diese 58jährige Frau sprach auf einer Pressekonferenz in Frankreich, die von der Hauptopposition des Teheraner Regimes, dem Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI), gesponsert wurde.
Laya Roshan, eine Zahnärztin, wurde 1982 verhaftet. Ihr wurde vorgeworfen, die Oppositionellen des Regimes unterstützt zu haben. Sie wurde zu 500 Peitschenhieben verurteilt und im Evin Gefängnis in Teheran gefangen gehalten.
Dort sah sie Mahmoud Ahmadinejad, der damals zu den Revolutionsgarden gehörte. Diese Zeit wird als Höhepunkt des Islamischen Regimes angesehen. Sie sagte, dass sein Alias damals Dr. Mirzaei war. Sie hob besonders hervor: "Ich erinnere mich immer noch an seinen bösartigen Blick. Als ich sein Bild in der Zeitung sah (zur Zeit der Wahlen 2005), stellte ich fest, dass diese Person Mahmoud Ahmadinejad war."
Sie erklärte, dass Dr. Mirzaei für den Block 209 des Gefängnisses zuständig war, wo die gefolterten Menschen untergebracht waren, die wieder gefoltert werden sollten. Sie sagte, dass Mahmoud Ahmadinejad den anderen erklärte, wie er die verwundeten Gefangenen folterte, damit sie nicht sterben. Sie sagte, dass sie bezeugen kann, was er mit einem der Gefangenen tat: "er nahm ihren Arm, drückte sie nach unten und schleppte sie zur Folterkammer. Die Gefangene wurde zwei Stunden später mit zerschlagenen Zähnen, aufgerissenen Lippen und blutunterlaufenem Gesicht zurückgebracht."
Sie berichtete weiter: "Ich war 6 Monate lang im Block 209. Er war auch dort. Dort waren drei Räume für Männer und drei Räume für Frauen. Er trug gewöhnlich die Uniform der Revolutionsgarden."
Sie sagte, dass sie sich in den letzten Tagen dazu entschlossen habe, Klage gegen ihn zu erheben, weil sie mit den Mujahedin-e-Khalq (MEK) in Konflikt geraten sei und in Frankreich gegen sie ermittelt werde. Reuters berichtete, dass die französische Justiz theoretisch die Möglichkeit habe, in Folterfällen zu ermitteln, dass Ahmadinejad aber politische Immunität habe.
