Tuesday, February 7, 2023
StartNachrichtenIranische Wirtschaft im Sinkflug – Regime verliert seine Macht

Iranische Wirtschaft im Sinkflug – Regime verliert seine Macht

Am 24. Januar veröffentlichte das Parlament des iranischen Regimes (Majlis) einen Bericht seines Forschungszentrums. In dem Bericht ging es um wirtschaftliche Prognosen für das kommende iranische Jahr. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur ILNA prognostiziert der Bericht eine Wachstumsrate von minus 4,5 – 5,5 Prozent.

Rouhani, der Präsident des iranischen Regimes, hatte ein wirtschaftliches Wachstum in Höhe von 4 Prozent versprochen. Doch das Forschungszentrum des Majlis kommt zu dem Schluß, dass das Regime im nächsten Jahr rund 1,9 Millionen bpd (Barrel per day/ Barrel am Tag) Öl und natürliche Gaskondensate exportieren wird, was zu einer negativen Wachstumsrate von 4,5 Prozent führt. Wenn die Exporte auf 1,5 Millionen bpd fallen sollten, dann beträgt das negative Wachstum 5,5 Prozent, berichtet die Webseite Donya-e Eqtesad

Im Oktober 2018 hatte Reuters bereits berichtet, dass die iranischen Ölexporte auf 1,1 Millionen bpd gefallen sind. Heute dürfte sich diese Zahl unter 1 Million bpd bewegen. Im letzten Monat ging der Export von petrochemischen Erzeugnissen und natürlichen Gaskondensaten gar auf 0 zurück. Die Krise dürfte wohl noch schlimmer sein, als es das Forschungszentrum des Majlis erwartet. 

Am 24. Januar schrieb die Washington Times:“ Mehrere statistische Beweise zeigen, dass in den letzten vier Jahrzehnten der Herrschaft der Kleriker die Islamische Republik ihre heimische Wirtschaft und ihre globale Rolle sukzessive verschlechtert hat. Laut der Weltbank ist das Bruttosozialprodukt pro Kopf im Iran seit Mitte der 70er Jahre um 30% gesunken und die Kaufkraft der nationalen Währung (Rial) hat sich massiv verschlechtert. Andere Statistiken zeigen, dass sich die Wirtschaft des Iran von Platz 17 auf Platz 27 verschlechtert hat, seit die Revolution statt gefunden hat. Dies ist eine der drastischsten Abstiege in der modernen Geschichte.“

Die eigenen Experten des Regimes sagten, dass der Effekt auf das iranische Volk katastrophal ist. So sagte unter anderem Mohammad Reza Sabbagihan, ein Mitglied im Parlament des Regimes, am 22. Januar:“ Die Situation bricht den Menschen das Rückrat. Die Preise sind bei einigen Waren um 100 bis 200% gestiegen.“ Der Wirtschaftsexperte Farshad Momeni ergänzte am 23. Januar:“ Die Armutsgrenze ist im Vergleich zum Vorjahr um 20% gestiegen.“

Das Regime hat bisher keine ernsthaften Anstrengungen unternommen, um die Situation zu verbessern. Jede Untersuchung könnte die Existenz des Regimes untergraben, weil das Geld nach dem Ende der Sanktionen durch den Atomdeal nicht einfach so „verschwunden“ sein kann. Das Geld wurde für die destruktiven Aktionen in der Region, terroristische Aktivitäten in der Welt, dem Raketenprogramm und die atomaren Ambitionen ausgegeben. Viele sagen, dass ein Großteil des Geldes direkt auf die Konten der Anführer des Regimes wanderte.

2013 hatte Reuters eine Untersuchung durchgeführt, in der belegt wurde, dass es ein Finanzimperium in Höhe von 95 Milliarden Dollar gibt, welches vom obersten Führer des Regimes kontrolliert wird. Diese Summe wurde auch durch die Beschlagnahmung von Eigentum und durch illegale Transaktionen geschaffen. Die Washington Times hat zudem darüber berichtet, dass mehrere Insider des Regimes – darunter auch der Parlamentssprecher Ali Larijani und Außenminister Javad Zarif – ein Vermögen von mehreren Millionen Dollar besitzen.

Die normalen Bürger des Iran werden immer wütender und lauter. Die Aufstände begannen Ende des Jahres 2017 und werden bis heute fortgesetzt. Das Volk glaubt nicht mehr als Reformen, egal welche Regierung an der Macht ist. Die Proteste im Iran werden daher so lange weiter gehen, bis es einen Regimewandel gegeben hat.