Friday, February 3, 2023
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Iranisches Regime hängt Frauen vor dem Internationalen Frauentag

NWRI – Mindestens zwei Frauen wurden vor dem Internationalen Frauentag in einem Gefängnis im Iran gehängt.

Einer der Gefangenen war Mehrnoosh Qavasi, Mitte Fünfzig. Sie verbrachte zuvor mehrere Jahre im Gefängnis.

Vor ihrer Verlegung in das Qezel Hesar Gefängnis in Karaj, wo ihre Hinrichtungen statt fanden, saßen die Frauen im berüchtigten Qarchak (Gharchak) Frauengefängnis in Varamin. Die dortigen Haftbedingungen sind besonders menschenunwürdig. 

Die beiden Frauen wurden zusammen mit 10 weiteren Gefangenen im Qezel Hesar Gefängnis gehängt. Sie sind Teil einer neuen Hinrichtungswelle, die im gesamten Land zu beobachten ist. 

Die Hinrichtungen fanden geheim statt, es gab keine öffentlichen Berichte in den iranischen Medien, welche allesamt von der Regierung kontrolliert werden.

Am Samstag gab es eine große Versammlung zum Anlaß des Internationalen Frauentages in Berlin. An ihr nahmen mehrere Hundert weibliche Persönlichkeiten aus allen fünf Kontinenten teil. Die Teilnehmer verurteilten das frauenfeindliche Regime und die Unterdrückung der Frau im Iran.

Die Teilnehmer der Veranstaltung „Für Toleranz und Gleichheit und gegen Fundamentalismus und Frauenfeindlichkeit“ unterstrichen, dass das Ideal der Gleichberechtigung durch den fundamentalistischen Islamismus bedroht ist. Dieses Phänomen bereitet sich mittlerweile über den gesamten Mittleren Osten aus und oft sind gerade die Frauen Opfer von Genozid, Terrorismus, Diskriminierung und anderen Dingen, die alle nicht förderlich für die Rechte der Frau sind. 

Die Hinrichtungen im Iran fanden einem Tag nach dem Bericht des Büros des UN Generalsekretärs statt. In ihm wurde vor dem UN Menschenrechtsrat beklagt, dass die UN über die steigenden Menschenrechtsverletzungen im Iran besorgt ist. Die hohe Rate der Hinrichtungen sei „äußerst beunruhigend“, heißt es.

„Der Generalsekretär ist in großer Sorge über die fortgesetzte große Zahl von Hinrichtungen, zu denen auch politische Gefangene und Jugendliche zählen“, heißt es weiter in dem Bericht.